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06 Nov 2024Ep 005: Allahs 99 Namen: Ein Leitfaden zur spirituellen Transformation Teil 4a00:05:13

## Die Wichtigkeit der 99 Namen Allahs für Muslime


Die 99 Namen Allahs sind für Muslime aus verschiedenen Gründen wichtig:


* **Sie spiegeln die Eigenschaften und Attribute Allahs wider:** Jeder Name steht für eine bestimmte Eigenschaft Allahs, wie Barmherzigkeit (Ar-Rahman), der Heiler (Asch-Schafi), der Allwissende (Al-Alim), der Gerechte (Al-'Adl) etc.. Das Verständnis dieser Namen hilft Muslimen, die Natur und das Wesen Allahs besser zu erfassen. 

* **Sie dienen als Mittel zur Anbetung:** Muslime können Allah mit seinen verschiedenen Namen anrufen und ihn in ihren Gebeten (Du'a) um Hilfe und Unterstützung bitten.. Indem sie Allah mit seinen Namen anrufen, erkennen sie seine Größe und Macht an und suchen seine Nähe. 

* **Sie dienen als Orientierung im Leben:** Indem Muslime die 99 Namen Allahs kennen und verinnerlichen, können sie ihr Leben nach den Eigenschaften Allahs ausrichten. Zum Beispiel, wenn man weiß, dass Allah der Barmherzige ist, wird man versuchen, selbst barmherzig gegenüber anderen zu sein..

* **Sie stärken den Glauben und das Vertrauen in Allah:** Die Namen Allahs erinnern Muslime daran, dass Allah allmächtig, allwissend und allgegenwärtig ist. Dies stärkt ihren Glauben und ihr Vertrauen in Allah, besonders in schwierigen Situationen..

* **Sie führen zu einem tieferen Verständnis des Korans und der Sunna:** Die 99 Namen Allahs werden im Koran und in der Sunna erwähnt. Indem man sich mit den Namen beschäftigt, versteht man die islamischen Schriften besser und kann die darin enthaltenen Botschaften besser auf das eigene Leben anwenden.

* **Sie führen ins Paradies:** In einem Hadith, der als Sahih (authentisch) eingestuft wird, heißt es: „Allah hat neunundneunzig Namen und wer sie bewahrt, wird das Paradies betreten.“. Das „Bewahren“ der Namen kann verschiedene Bedeutungen haben, wie das Aufzählen der Namen im Gebet, das Handeln nach den Eigenschaften, die die Namen repräsentieren, oder das Respektieren und Befolgen der Gebote Allahs.


Zusätzlich zu diesen Punkten zeigen die Quellen, dass die Namen Allahs auch dazu beitragen können:


* **Dankbarkeit für die Schöpfung Allahs zu entwickeln:** Das Betrachten der Schönheit und Komplexität der Schöpfung kann zu einem tieferen Verständnis und Wertschätzung für die Eigenschaften Allahs, wie **Al-Jamil (der Schönste)**, **Al-Khaliq (der Schöpfer)** und **Al-Musawwir (der Gestalter)**, führen.

* **Trost und Hoffnung in schwierigen Zeiten zu finden:** Die Namen Allahs, wie **Asch-Schafi (der Heiler)**, **Al-Muqit (der Versorger)** und **Al-Wakil (der Vertrauenswürdige)**, erinnern daran, dass Allah immer für seine Schöpfung sorgt und ihr in Zeiten der Not beisteht.

* **Die Beziehung zu Allah zu stärken:** Das Nachdenken über die Namen Allahs und ihre Bedeutung kann zu einem tieferen Verständnis und einer innigeren Verbindung mit Allah führen.


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die 99 Namen Allahs für Muslime von großer Bedeutung sind. Sie bieten eine Möglichkeit, Allah besser kennenzulernen, ihn anzubeten und ihr Leben nach seinen Eigenschaften auszurichten. Sie stärken den Glauben, spenden Trost und Hoffnung und eröffnen den Weg zu einem tieferen Verständnis der islamischen Lehren.

06 Nov 2024Ep 010: Hinter den Mustern: Warum islamische Kunst uns heute noch fasziniert00:27:15

Die Rolle der Offenbarung Gottes in der islamischen Kunst

Die Offenbarung Gottes spielt eine zentrale Rolle in der islamischen Kunst, indem sie den Rahmen für die Vermeidung von bildlichen Darstellungen von Menschen und Tieren, insbesondere in religiösen Kontexten, setzt. Dies liegt daran, dass die Schöpfung Gottes als einzigartig und unnachahmlich betrachtet wird und jede bildliche Darstellung als ein Sakrileg angesehen werden könnte, da sie die absolute Autorität Gottes in Frage stellen würde.

Stattdessen konzentriert sich die islamische Kunst auf die Offenbarung Gottes durch sein Wort, den Koran, und auf die Schönheit und Harmonie der Schöpfung als Ausdruck des Göttlichen.

  • Kalligraphie: Die kunstvolle Gestaltung der arabischen Schrift wurde zu einer der wichtigsten Kunstformen im Islam, da die wörtliche Wiedergabe des Korans in einer anderen Sprache als Arabisch nicht zulässig war. Die einzelnen Buchstaben werden als eigenständige Kunstwerke betrachtet und mit größter Sorgfalt und Präzision ausgeführt, um die Heiligkeit des Wortes Gottes zu betonen.

  • Ornamente: Die islamische Kunst verwendet geometrische Muster, florale Ornamente und andere nicht-figurative Elemente, um die Schönheit und Ordnung der Schöpfung widerzuspiegeln. Diese Muster können als Ausdruck der göttlichen Weisheit und Allmacht interpretiert werden, die sich in der Natur manifestiert.

  • Architektur: Die Moschee als Ort der Begegnung mit Gott vermeidet bildliche Darstellungen, um die Konzentration auf das Gebet und die spirituelle Dimension zu fördern. Die runde Form und die Ausrichtung nach Mekka symbolisieren die Einheit und Allgegenwärtigkeit Gottes.

Die Ablehnung von bildlichen Darstellungen in der islamischen Kunst ist also kein Mangel an Kreativität, sondern ein Ausdruck des tiefen Respekts vor der Schöpfung Gottes und der Anerkennung seiner einzigartigen Autorität. Die Kunst wird stattdessen zum Mittel, die Offenbarung Gottes durch sein Wort und durch die Schönheit der Schöpfungzu preisen und zu verherrlichen.

Die Quellen betonen auch, dass die Handwerkskunst im Islam eine wichtige Rolle spielt, da die Herstellung von Alltagsgegenständen als eine Form des Gottesdienstes betrachtet wird, wenn sie mit der richtigen Intention und Hingabe ausgeführt wird.

  • Die Schönheit und Qualität eines Objekts spiegeln nicht nur ästhetische Kriterien wider, sondern auch die innere Haltung des Handwerkers und seine Verbindung zu Gott.

In diesem Sinne kann man sagen, dass die Offenbarung Gottes nicht nur die Inhalte der islamischen Kunst prägt, sondern auch die Haltung der Künstler und die Bedeutung, die der Kunst im Islam zukommt.


Einzigartigkeit der Architektur von Moscheen

Die Architektur von Moscheen ist in vielerlei Hinsicht einzigartig und spiegelt die spirituellen Werte und die Ästhetik des Islam wider.

  • Verzicht auf bildliche Darstellungen: Ein zentrales Merkmal der Architektur von Moscheen ist der Verzicht auf bildliche Darstellungen von Menschen und Tieren, insbesondere in religiösen Kontexten. Dies liegt daran, dass im Islam die Schöpfung Gottes als einzigartig und unnachahmlich betrachtet wird. Jede bildliche Darstellung könnte als Sakrileg angesehen werden, da sie die absolute Autorität Gottes in Frage stellen würde. Stattdessen konzentriert sich die Architektur von Moscheen auf geometrische Muster, florale Ornamente und die Schönheit der arabischen Schrift, um die Herrlichkeit Gottes zu preisen.

  • Runde Form und Ausrichtung nach Mekka: Moscheen haben oft eine runde Form und sind nach Mekka ausgerichtet, der heiligsten Stadt im Islam. Diese Ausrichtung, genannt Qibla, symbolisiert die Einheit und Allgegenwärtigkeit Gottes. Die runde Form unterstreicht die Idee, dass alle Gläubigen im Kreis um Mekka herum vereint sind.

  • Die Kuppel als Symbol des Himmels: Die Kuppel ist ein weiteres charakteristisches Merkmal der Moscheenarchitektur. Sie symbolisiert den Himmel und die Verbindung zwischen der irdischen und der göttlichen Welt. Die Kuppel kann als ein Fenster zum Himmel betrachtet werden, das die Gläubigen an die Transzendenz Gottes erinnert.

  • Das Minarett als Ort des Gebetsrufs: Minarette sind hohe, schlanke Türme, die an Moscheen angebaut sind. Sie dienen dem Muezzin, dem Gebetsrufer, als Plattform, um den Gebetsruf (Adhan) zu verrichten. Die Höhe des Minaretts symbolisiert die Erhabenheit des Islams und den Ruf zum Gebet, der sich über die gesamte Gemeinschaft der Gläubigen erstreckt.

  • Der Innenhof als Ort der Ruhe: Viele Moscheen haben einen Innenhof, der von Säulengängen umgeben ist. Dieser Hof dient als Ort der Ruhe und Besinnung, an dem sich die Gläubigen vor dem Gebet versammeln oder nach dem Gebet verweilen können. Der Innenhof symbolisiert auch die Offenheit des Islams für alle Menschen.

  • Die Bedeutung der Kalligraphie: Die Kalligraphie spielt eine wichtige Rolle in der Dekoration von Moscheen. Die kunstvolle Gestaltung der arabischen Schrift dient nicht nur der Verschönerung, sondern ermöglicht auch eine tiefere Verbindung mit dem Wort Gottes. Oft finden sich in Moscheen Inschriften aus dem Koran oder andere religiöse Texte, die die Gläubigen an die Lehren des Islam erinnern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Architektur von Moscheen eine einzigartige Kombination aus spirituellen und ästhetischen Elementen darstellt. Sie ist ein Ausdruck des Glaubens an die Einheit und Allgegenwärtigkeit Gottes, der Transzendenz und der Bedeutung des Wortes Gottes. Die Architektur von Moscheen schafft einen Raum der Ruhe und Besinnung, der die Gläubigen einlädt, sich mit dem Göttlichen zu verbinden.

07 Mar 2025Ep 033: Spirituelle Stärke im Ramadan - Fasten für Takwa statt nur Kalorien zählen00:04:24

Das Erreichen von **Takwa** beeinflusst das Verhalten und die Lebensweise eines Muslims während des Ramadan maßgeblich. Takwa wird oft als Gottesfurcht oder Gottes Ehrfurcht übersetzt, ist aber eher als eine Charaktereigenschaft zu verstehen, die dazu dient, Fehler zu vermeiden.


* **Schutz vor Fehltritten:** Takwa bedeutet, sein Leben so zu gestalten, dass man sich vor schädlichen äußeren Einflüssen schützt und nicht an diesen hängen bleibt. Ein Muslim soll im Ramadan also darauf achten, Sünden zu vermeiden.

* **Verbesserung des Charakters:** Das Ziel des Fastens im Ramadan ist es, Takwa zu erlangen, also eine Charaktereigenschaft zu entwickeln, die hilft, Fehler zu vermeiden.

* **Vermeidung negativer Handlungen:** Während des Fastens sollte man besonders auf seine Wortwahl und Sprache achten und Lästern vermeiden.

* **Konzentration auf spirituelle Handlungen:** Der Tag sollte mit Koran lesen, Gebeten und zusätzlichen freiwilligen Gebeten (Nafila oder Sunna) verbracht werden.


Während des Ramadan wird empfohlen, sich auf zusätzliche religiöse Praktiken zu konzentrieren. Hier sind einige wichtige Punkte, die im Zusammenhang mit zusätzlichen religiösen Praktiken während des Ramadan genannt werden:


* **Koran lesen und rezitieren**: Es wird empfohlen, tagsüber während des Fastens so viel Koran wie möglich zu lesen und zu rezitieren.

* **Gebete verrichten**: Muslime sollten während des Ramadan die Pflichtgebete (fünfmal täglich) verrichten. Zusätzlich wird empfohlen, freiwillige Gebete (Nafila oder Sunna) hinzuzufügen, die man normalerweise vernachlässigt.


Das Fasten im Ramadan hat, neben dem Hauptziel Takwa zu erlangen, auch positive Nebeneffekte.


* **Empathie für arme Menschen:** Das Fasten kann dazu beitragen, das Mitgefühl und die Empathie für Menschen zu stärken, die nicht genug zu essen haben.

* **Gesundheitliche Aspekte:** Obwohl nicht das Hauptziel, können sich positive Auswirkungen auf die Gesundheit ergeben.

* **Kein Fokus auf Gewichtsabnahme:** Es wird angemerkt, dass das Abnehmen nicht die Intention des Fastens sein sollte, da dies die eigentliche Absicht (Nia) gefährden könnte.

06 Nov 2024Ep 007: Leben als Muslim: Zwischen Tradition und Moderne00:11:07

Die Beziehung zwischen Islam und Kultur

Der Islam, als Religion des "Alles oder Nichts", hat ein "Grundmuster für das menschliche Leben" geschaffen. Dieses Muster, das auf der "Bejahung der göttlichen Einheit" basiert, prägt jeden Aspekt des Lebens eines Muslims und beeinflusst somit auch die Kultur.

  • Einfluss auf die Kultur: Der Islam hat eine "sofort erkennbare Grundmuster für das menschliche Leben"geschaffen, das sich in der Kultur und Gesellschaft der Muslime widerspiegelt.
  • Kulturelle Vielfalt: Trotz des einheitlichen Grundmusters gibt es im Islam eine reiche kulturelle Vielfalt, die durch die unterschiedlichen Regionen und Völker innerhalb der Där ul-Isläm ("Haus des Islam") entstanden ist. Der Islam hat sich über die Welt verbreitet und wurde von "Persern, Berbern, Mongolen, Türken, Indern, Malayen, Afrikanern" aufgenommen und weiterentwickelt. Diese Vielfalt wird mit dem Bild eines "Pfauenschweifs"verglichen, der sich über die Welt ausbreitet.
  • Prinzipien und Anwendung: Die Prinzipien des Islam und des daraus abgeleiteten Gesetzes sind einfach, aber die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig.
  • Einheit in Vielfalt: Das zentrale Thema im Islam ist die "Einheit in Vielfalt". Der Islam vereint Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur unter dem Banner des Glaubens an einen Gott.

Es ist wichtig anzumerken, dass die Quellen sich nicht explizit mit dem Thema "westliche Kultur" im Kontext von Islam und Kultur befassen. Unsere vorherige Diskussion hat jedoch gezeigt, dass die westliche Kultur einen Einfluss auf die Art und Weise haben kann, wie ein europäischer Konvertit den Islam wahrnimmt und sich in die muslimische Gemeinschaft integriert.

Einfluss der westlichen Kultur auf die Wahrnehmung des Islam

Die westliche Kultur beeinflusst einen Europäer, der zum Islam konvertiert, in vielerlei Hinsicht. Einerseits prägt sie seine Sichtweise auf den Islam, andererseits beeinflusst sie auch seine Integration in die muslimische Gemeinschaft.

  • Geprägte Sichtweise: Ein Konvertit bringt die "charakteristische Farbe der Kultur" mit, in der er aufgewachsen ist. Er stellt die Fragen, die in dieser Kultur relevant sind, und trägt ein "Gefühl für das Tragische und für die Vieldeutigkeit der Welt" in sich. Diese Perspektive unterscheidet sich von der traditioneller Muslime, die oft durch eine "gewisse Buchstabentreue" geprägt sind.
  • Integration in die Gemeinschaft: Der Konvertit steht "mit einem Bein in dieser, mit dem anderen in jener Tradition", zwischen westlicher und islamischer Kultur. Das macht ihn zu einem "Dolmetscher zwischen zwei verschiedenen Sprachen" und verpflichtet ihn dazu, beide Kulturen zu verstehen und zu vermitteln.
  • Stärken und Schwächen: Der Konvertit ist "immun gegen die psychologischen »Komplexe«", die aus der Geschichte der muslimischen Völker resultieren. Gleichzeitig fehlt ihm aber auch die "Stärke" und die "Gewohnheiten und Bräuche" dieser Gemeinschaft.
  • Individuelle Interpretation: Der Konvertit "verwurzelt sich in den Boden der Religion", also im Koran und den Traditionen des Propheten. Aber er interpretiert diese Quellen "im Licht seiner Kenntnis der Religion" und bringt "unvermeidlich etwas von dieser Neigung mit in den Islam".
  • Beitrag des Konvertiten: Der Fokus auf den "Geist" des Gesetzes, den der Konvertit mitbringt, kann ein wertvoller Beitrag für den Islam sein, besonders in Zeiten des Wandels. In einer Zeit, in der die "äußeren Bastionen der Religion" schwinden, ist es umso wichtiger, die "wirklichen Grundfesten des Glaubens zu etablieren und sich fest an sie zu halten".

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die westliche Kultur einen europäischen Konvertiten zum Islam sowohl in seiner Wahrnehmung der Religion als auch in seiner Integration in die muslimische Gemeinschaft beeinflusst. Er bringt eine einzigartige Perspektive und neue Denkweisen mit, die die Gemeinschaft bereichern können, steht aber gleichzeitig auch vor besonderen Herausforderungen.

Glaube und Unglaube im Islam

Der Islam betrachtet die Unterscheidung zwischen Glauben und Unglauben als grundlegend und vergleicht sie mit dem Unterschied zwischen Sehenden und Blinden. Für einen Ungläubigen sind die Glaubensartikel des Islam bedeutungslos, und daher erscheint ihm auch das Leben der Muslime sinnlos. Der Islam trennt nicht zwischen „Himmlischem" und „Irdischem". Für Muslime sind alle Aspekte des Lebens – von der Spiritualität bis zum Handeln auf dem Markt – Teil eines unteilbaren Ganzen, das durch den Glauben an die göttliche Einheit geformt wird.

Dieser Glaube an die Einheit Gottes ist der Schlüssel zum Verständnis des Islam. Er impliziert, dass nichts außerhalb Gottes unabhängige Realität besitzt. Der Islam ist daher eine Religion des „Alles oder Nichts", die den Glauben an eine einzige, allumfassende Wirklichkeit betont.

Ein wichtiger Unterschied zu anderen monotheistischen Religionen liegt in der islamischen Sicht auf die Einheit des Lebens. Während im Christentum oft eine Trennung zwischen dem Spirituellen und dem Weltlichen gemacht wird, integriert der Islam alle Aspekte des Lebens in einen einzigen Rahmen, der durch den Glauben an Gott bestimmt wird.

24 Mar 2025Ep 036: Ghazalis "Die Alchemie des Glücks" und das Wissen vom Selbst00:12:08

Texte und ein Quiz unter: https://wp.me/pg9qwO-8F


Ghazalis "Die Alchemie des Glücks" und das Wissen vom Selbst

Quiz (Kurze Antworten)

Wer war Imam al-Ghazali und in welcher historischen Periode lebte er? Imam al-Ghazali war ein bedeutender muslimischer Gelehrter, Theologe, Jurist und Mystiker persischer Herkunft. Er lebte im 11. und 12. Jahrhundert (ungefähr 1058-1111 n. Chr.), einer Zeit bedeutender intellektueller und religiöser Entwicklungen in der islamischen Welt.

Was war die ursprüngliche Motivation al-Ghazalis und seines Bruders, eine Madrasa zu besuchen? Al-Ghazali erwähnt in seiner Autobiografie, dass seine und seines Bruders anfängliche Motivation, eine Madrasa zu besuchen, primär darin bestand, Nahrung und Unterkunft zu erhalten, da sie nach dem Tod ihres Vaters in bescheidenen Verhältnissen lebten.

Wer war Imam al-Haramayn al-Juwayni und welche Beziehung hatte er zu al-Ghazali? Imam al-Haramayn al-Juwayni war ein angesehener Rechtsgelehrter und Experte für juristische Theorie seiner Zeit und wurde "Imam der beiden Heiligtümer" genannt, weil er viel Zeit in Mekka und Medina verbrachte. Er war al-Ghazalis Mentor und ein hochgeschätzter Lehrer, der sein großes intellektuelles Potenzial erkannte.

Welche prestigeträchtige Position bekleidete al-Ghazali in jungen Jahren und welche innere Erkenntnis führte zu seiner Krise? Al-Ghazali wurde in jungen Jahren Professor an der angesehenen Nizamiyya-Universität in Bagdad. Seine innere Krise entstand aus der Erkenntnis, dass seine Lehre und sein Streben nach Wissen zunehmend von Ruhm, Prestige und Reichtum statt von reiner Gottesfurcht motiviert waren.

Welche vier Gruppen von Wahrheitssuchern untersuchte al-Ghazali auf seiner Suche nach Gewissheit? Al-Ghazali untersuchte die Theologen (Mutakallimun), die Philosophen, die Ismailiten (Batiniyya) und die Mystiker (Sufis) auf seiner Suche nach der wahren Gewissheit und dem Weg zur spirituellen Erkenntnis.

Warum war al-Ghazali zunächst frustriert von den Sufis, obwohl er ihre Schriften studierte? Al-Ghazali war zunächst frustriert von den Sufis, weil ihr Weg nicht primär auf theoretischem Wissen beruhte, das er leicht erfassen konnte, sondern auf praktischen Übungen der Herzensreinigung und der Loslösung von weltlichen Dingen, was er als intellektueller Mensch als schwierig empfand.

Beschreiben Sie kurz al-Ghazalis spirituelle Krise und wie sie sich manifestierte. Al-Ghazalis spirituelle Krise führte zu einer inneren Zerrissenheit, in der er zwischen seiner angesehenen Position und dem Wunsch nach spiritueller Einkehr schwankte. Sie manifestierte sich schließlich in einer körperlichen und geistigen Erkrankung, die ihn sprachlos machte und ihm die Fähigkeit zu essen oder zu trinken nahm, was er als göttliche Intervention interpretierte.

Welche bedeutende Handlung vollzog al-Ghazali nach seiner spirituellen Krise und was tat er während seiner Zeit der Abgeschiedenheit? Nach seiner spirituellen Krise verließ al-Ghazali heimlich seine Position in Bagdad und begab sich auf eine mehrjährige Reise der spirituellen Abgeschiedenheit. Während dieser Zeit lebte er unter anderem in Damaskus und Jerusalem, führte ein asketisches Leben, widmete sich dem Gebet, der Koranrezitation und der Kontemplation Allahs.

Was war das Hauptziel von al-Ghazalis monumentalem Werk "Ihya Ulum al-Din" (Die Wiederbelebung der religiösen Wissenschaften)? Das Hauptziel von "Ihya Ulum al-Din" war es, die äußeren Praktiken und das innere Wesen des Islam wieder zu vereinen, das spirituelle Herz der Muslime zu erwecken und zu einer authentischen und transformativen Beziehung zu Allah zu führen. Er wollte zeigen, dass die äußeren Handlungen des Glaubens Werkzeuge zur inneren Reinigung und spirituellen Verwirklichung sind.

Inwiefern unterscheidet sich al-Ghazalis Buch "Kimiya-yi Sa'adat" (Die Alchemie des Glücks) von seinem "Ihya Ulum al-Din"? "Kimiya-yi Sa'adat" ist eine kürzere persische Zusammenfassung von al-Ghazalis umfangreichem arabischem Werk "Ihya Ulum al-Din".


07 Feb 2025Ep 029: Tränen der Erleuchtung: Der emotionale Sprung in den Islam00:02:42

Nachdem ich mir einige Videos über Konversionserfahrungen zum Islam angesehen habe, fiel mir auf, dass viele neue Muslime unmittelbar nach dem Aussprechen der Shahada in Tränen ausbrechen. In diesem intensiven Moment werden sie daran erinnert, dass sie – frei von ihren vergangenen Sünden und Fehlern – wie neugeborene Menschen sind. Ihr altes Ich scheint ausgelöscht, und sie dürfen in einem neuen, reinen Zustand ihren Glaubensweg beginnen.


Diese Erfahrung lässt sich eindrucksvoll mit der Geburt eines Kindes vergleichen: Sobald ein Kind den Mutterleib verlässt, beginnt es unweigerlich zu weinen – ein natürlicher Ausdruck des neuen Lebens, das mit Unschuld und Reinheit gesegnet ist. Im Islam gilt der Mensch von Geburt an als in seinem ursprünglichen, reinen Zustand (Fitra) erschaffen. Mit der Konversion wird genau dieser Zustand wiederhergestellt, da alle früheren Verfehlungen durch die unermessliche Barmherzigkeit Allahs getilgt werden. So erfahren die Gläubigen eine wahre spirituelle Wiedergeburt.


Aus theologischer Sicht symbolisieren die geweinten Tränen nicht nur den Schmerz über vergangene Fehler, sondern auch die tiefe Demut und Dankbarkeit gegenüber Allah. Der Moment des Bekenntnisses ist ein Akt der Tawbah (Reue), der den Gläubigen in eine innige Beziehung zu ihrem Schöpfer eintauchen lässt. Wie im Quran verheißen – beispielsweise in Versen, die die Erneuerung und Vergebung betonen – öffnet sich den Gläubigen ein Weg, der sie von der Last ihrer Sünden befreit und ihnen die Möglichkeit gibt, in Reinheit und Hoffnung neu zu beginnen.


Diese Analogie regt dazu an, über die transformative Kraft des Glaubens und den wahren Sinn der spirituellen Erneuerung nachzudenken. So wie das erste Weinen eines neugeborenen Kindes den Beginn eines Lebens markiert, signalisiert auch das Bekenntnis zum Islam den Aufbruch in ein neues, reines Dasein, getragen von der unendlichen Gnade und Barmherzigkeit Allahs.

28 Nov 2024Ep 019: Himmel und Hölle im Islam: Was erwartet uns im Jenseits?00:12:52

AUFGABEHier findest du Aufgaben und Lösungen zur Podcastfolge und zum Text. Höre dir die Podcastfolge an und lies den Text. Versuche dann, die Aufgaben im PDF-Dokument zu lösen.

https://islamwissenkompakt.wordpress.com/?p=280

Der islamische Glaube an das Jenseits

Der Text beschreibt den islamischen Glauben an das Jenseits als einen integralen Bestandteil des Glaubens. Es wird betont, dass das Jenseits nach dem Weltenende kommt, wenn Allah alles beendet und nur Er unsterblich bleibt. Der Glaube an das Jenseits beinhaltet den Glauben an die Auferstehung aller Lebewesen nach dem Tod, das darauffolgende Gericht, und das Paradies oder die Hölle.

Das Weltenende wird durch das Blasen der Posaune durch den Engel Israfil eingeleitet, was den Tod aller Lebewesen außer denen, die Allah verschont, bedeutet. Der genaue Zeitpunkt des Weltenendes ist nur Allah bekannt.

Die Auferstehung findet statt, nachdem Allah Israfil befiehlt, ein zweites Mal in die Posaune zu blasen. Alle Lebewesen werden dann zum "Platz der Auferstehung" versammelt, wo das Gericht stattfinden wird. Der Text betont, dass Allah, der die Menschen aus dem Nichts erschaffen hat, sie auch wieder zum Leben erwecken kann.

Das Grabesleben wird als eine Zwischenstation zwischen dem Diesseits und dem Jenseits beschrieben. Engel befragen die Verstorbenen nach ihrem Glauben. Gläubige werden mit einem paradiesischen Grab belohnt, während Ungläubige bereits im Grab bestraft werden.

Am Tag des Gerichts werden die Menschen nach ihren Taten gerichtet. Diejenigen mit guten Taten werden belohnt, während diejenigen mit schlechten Taten bestraft werden. Jeder Mensch erhält ein "Tatenbuch", in dem alle seine Taten, ob gut oder schlecht, aufgezeichnet sind. Eine Waage wird verwendet, um die guten und schlechten Taten abzuwägen, um das Urteil zu bestimmen. Die Gläubigen überqueren eine Brücke, die sich entsprechend ihren guten Taten verbreitert, während die Ungläubigen in die Hölle fallen.

Das Paradies ist der Ort der Belohnung für diejenigen, die an Allah glaubten und seine Gebote befolgten. Die Hölle ist der Ort der Strafe für diejenigen, die Allah nicht kannten und sich ihm widersetzten.

Allahs Barmherzigkeit spielt eine wichtige Rolle im islamischen Glauben an das Jenseits. Es wird betont, dass Allahs Barmherzigkeit im Jenseits noch größer sein wird als im Diesseits.

Der Prophet Mohammed wird am Tag des Gerichts Fürbitte für die Gläubigen einlegen und Allah bitten, ihnen ihre Sünden zu vergeben.

Zusammenfassend beschreibt der Text den islamischen Glauben an das Jenseits als einen Prozess, der mit dem Weltenende beginnt und sich über die Auferstehung, das Gericht und die endgültige Bestimmung im Paradies oder in der Hölle erstreckt. Der Glaube an das Jenseits wird als Motivation für ein tugendhaftes Leben im Diesseits dargestellt.

Die Engel Munkar und Nekir spielen eine wichtige Rolle im islamischen Glauben an das Grabesleben. Gemäß den Quellen erscheinen diese Engel, nachdem ein Mensch in sein Grab gelegt wurde, und prüfen den Verstorbenen über seinen Glauben.

Die Engel stellen dem Toten drei zentrale Fragen:

  • Wer ist dein Herr?
  • Wer ist dein Prophet?
  • Was ist deine Religion?

Ein Gläubiger kann diese Fragen korrekt beantworten: "Mein Herr ist Allah, mein Prophet ist Mohammed, meine Religion ist der Islam." Diese Antwort erfreut die Engel, und sie beglückwünschen den Verstorbenen. Sein Grab wird daraufhin in einen paradiesischen Garten verwandelt, in dem er bereits die Freuden des Paradieses genießen kann.

Ein Ungläubiger hingegen kann diese Fragen nicht beantworten und wird im Grab bestraft. Der Prophet Mohammed wird mit den Worten zitiert: "Das Grab ist entweder ein Garten des Paradieses oder ein Graben der Hölle."

Die Quellen betonen, dass die Prüfung im Grab nicht an eine physische Bestattung gebunden ist. Selbst Verstorbene, die aus verschiedenen Gründen nicht begraben wurden, werden von Munkar und Nekir geprüft. Kinder und Propheten bilden die Ausnahme.

03 Mar 2025Ep 032: Ramadan Ratgeber - Praktische Fastentipps und bedeutende spirituelle Einsichten00:10:42

Die religiösen Regeln und spirituellen Einsichten prägen das korrekte Fasten im Ramadan auf vielfältige Weise. Der Ramadan ist einer der fünf Säulen des Islam und für einen Muslim unabdingbar. Allah gebot das Fasten, weil er nur das Beste für die Gläubigen will, sowohl im Diesseits als auch im Jenseits.


**Ziele und Bedeutung des Fastens im Ramadan:**

* **Entwicklung von Selbstdisziplin und Charakter** Das Fasten im Ramadan dient dazu, sich selbst zu disziplinieren und den eigenen Charakter zu verbessern.

* **Spirituelle und gesundheitliche Vorteile:** Ramadan verbessert die spirituelle, mentale und physische Gesundheit.

* **Vergebung der Sünden:** Wer im Ramadan fastet und dabei aufrichtigen Glauben und die Vermeidung schwerwiegender Sünden zeigt, dem werden die Sünden vergeben.

* **Stärkung der Gemeinschaft:** Der Ramadan fördert das Zusammensein und die Gemeinschaft unter den Muslimen.


**Regeln des Fastens:**


* **Verzicht auf Essen, Trinken und sexuelle Aktivitäten:** Das Fasten beinhaltet den Verzicht auf Essen, Trinken und sexuelle Aktivitäten von Morgengrauen bis Sonnenuntergang.

* **Verhalten und Sprache:** Es wird auch gefastet, indem man sich von schlechtem Benehmen, schlechter Sprache und haram Handlungen fernhält.

* **Gültigkeit des Fastens:** Sünden brechen zwar nicht das Fasten, mindern aber die Belohnung dafür.

* **Pflichten:** Das Fasten ist eine Pflicht für jeden mündigen, gesunden Muslim mit Verstand, der die Absicht zum Fasten fasst.

* **Ausnahmen:** Ausnahmen gelten für Kranke, Reisende, schwangere und stillende Frauen, wobei diese Gruppen die Möglichkeit haben, die versäumten Tage nachzuholen oder eine kompensatorische Spende zu leisten.

* **Beginn und Ende des Ramadan:** Der Ramadan beginnt mit der Sichtung der Mondsichel am 29. Schaban. Wenn der Himmel bedeckt ist, wird der Schaban auf 30 Tage verlängert.


**Spirituelle Einsichten:**


* **Gottesfurcht (Taqwa):** Das Fasten soll helfen, Taqwa zu erlangen, was bedeutet, sich vor Sünden zu schützen und Allah zu lieben, zu fürchten und auf ihn zu hoffen.

* **Erinnerung an Allah (Dhikr):** Der Ramadan ist eine Zeit, um sich an Allah zu erinnern, den Koran zu rezitieren und zu beten.

* **Reue:** Es ist eine Zeit der Reue und der Wiedergutmachung von Beziehungen.

* **Vermeidung schlechter Taten:** Wer sich während des Fastens nicht von schlechten Taten und Worten fernhält, dessen Fasten wird von Allah nicht angenommen.

* **Innere Haltung:** Die innere Haltung und das Herz müssen rein sein, damit das Fasten von Wert ist.

* **Gute Taten:** Gute Taten im Ramadan werden stärker gewichtet und belohnt.

* **Nächstenliebe:** Der Prophet war im Ramadan besonders freigebig, daher sollte man in dieser Zeit wohltätig sein.

* **Nutzen des Suhur:** Die Mahlzeit vor dem Morgengrauen (Suhur) ist eine Sunna und bringt Segen (Baraka) mit sich.

* **Eile beim Iftar:** Das Fastenbrechen (Iftar) sollte nicht verzögert werden, um das Gebet nicht zu verpassen und unnötiges Gespräch zu vermeiden.

* **Geduld:** Fasten bedeutet auch Geduld und Charakterstärke.


Die Einhaltung dieser religiösen Regeln und die Verinnerlichung der spirituellen Einsichten tragen dazu bei, dass das Fasten im Ramadan nicht nur als körperliche Übung, sondern auch als eine Zeit der spirituellen Erneuerung und Annäherung an Allah erlebt wird.

05 Apr 2025Ep 038: Gebet im Islam - Handlungen die es ungültig machen (hanafi)00:21:56

Einen ausführlichen Text zum Thema und Aufgaben findet ihr unter folgenden Link: https://wp.me/pg9qwO-4v


1. Handlungen, die das Gebet ungültig machen (nach hanafitischer Rechtschule):

Dieser Abschnitt ist der Kern des Auszugs und listet eine Vielzahl von Handlungen auf, die das Gebet ungültig machen. Diese können in verschiedene Kategorien eingeteilt werden:

  • Sprechen: Jegliches bewusste oder unbewusste Sprechen während des Gebets, einschließlich menschlicher Rede oder des Beantwortens eines Grußes. „Sprechen während des Gebetes (Bewusst, unbewusst, durch Irrtum und schlafend.)“ Auch das Sprechen von weltlichen Wünschen, die menschlicher Rede ähneln, führt zur Ungültigkeit. „Das Gebet welches der menschlichen Rede ähnelt (O Herr! Lass mich so und so bekleiden, so und so essen oder mache diese Frau die meine u.ä.)
  • Bewegung und Handlung: Versuche, während des Gebets etwas zu tun, das nicht Teil der rituellen Handlungen ist. Auch das Abwenden der Brust von der Gebetsrichtung (Qibla) macht das Gebet ungültig. „Während des Gebetes zu versuchen etwas zu machen.“ „Die Brust der Gebetsrichtung abzuwenden.
  • Essen und Trinken: Das Konsumieren von Speisen oder Getränken während des Gebets, einschließlich des Schluckens von Speiseresten von der Größe einer Kichererbse oder das Kauen von Kaugummi.
  • Husten und Blasen: Grundloses Husten oder Blasen. Allerdings ist Husten aufgrund einer Beschwerde, zur Beseitigung von Schleim, zur Korrektur des Imams oder um anzuzeigen, dass man betet, erlaubt.
  • Emotionale Äußerungen: Weltliches Weinen, das Tränen verursacht, oder Stöhnen.
  • Antworten und Reagieren: Das Sagen von „Amin“ nach dem Hören von „vele ddalin“ eines anderen Betenden oder das Beantworten einer Person mit einem Koranvers.
  • Spezifische rituelle Fehler: Bestimmte Fehler im Zusammenhang mit der rituellen Waschung (Wudu), dem Ablauf der Zeit für bestimmte rituelle Handlungen (z.B. Befeuchtung der Überstrümpfe), dem Ausziehen des Überstrumpfs oder dem Fehlen notwendiger ritueller Bewegungen trotz Fähigkeit.
  • Zeitliche Einschränkungen: Das Gebet während des Morgengebets bei Sonnenaufgang.
  • Verlust der Zurechnungsfähigkeit: Ohnmacht oder Verlust des Verstandes.
  • Bestimmte Konstellationen im Gemeinschaftsgebet: Das Gebet von Männern, wenn sich pubertierende Mädchen oder Frauen ohne räumliche Trennung vor oder neben ihnen befinden, unter bestimmten Voraussetzungen bezüglich Absicht des Imams, Art des Gebets, Gleichzeitigkeit und Dauer.
  • Zusätzliche rituelle Handlungen: Das Rezitieren des Takbir für ein anderes Gebet während eines laufenden Gebets.
  • Entblößung: Das Offenbleiben eines zu bedeckenden Körperteils über eine kurze Einheit hinaus.
  • Lesen des Korans außerhalb der Rezitation: Das Lesen der Koranschrift selbst (im Gegensatz zur Rezitation aus dem Gedächtnis).
  • Fehler im Gemeinschaftsgebet: Das Vorauseilen des Imams.
  • Fehlerhafte Koranrezitation: Das absichtliche oder unabsichtliche Verändern der Bedeutung des Korans durch falsche Rezitation, wobei detaillierte Regeln für verschiedene Arten von Fehlern (Vokalisation, Verlängerung/Verkürzung, Haltepunkte, Buchstaben) aufgeführt werden. Hier wird zwischen Fehlern, die das Gebet ungültig machen (absichtliche Bedeutungsänderung und nicht-koranische Wortwahl mit Bedeutungsänderung), und solchen, die es gültig lassen (unbeabsichtigte Fehler in Vokalisation oder Haltepunkten, Buchstabenänderung ohne Bedeutungsänderung oder mit Bedeutungsänderung aber koranischer Wortwahl nach bestimmten Imamen), differenziert.

2. Handlungen während des Gebetes, die die rituelle Waschung ungültig machen:

Hier wird zwischen unbeabsichtigter und bewusster Ungültigkeit der Waschung unterschieden. Bei unbeabsichtigter Ungültigkeit soll das Gebet unterbrochen, die Waschung erneuert und an der unterbrochenen Stelle fortgesetzt werden (nach hanafitischer Lehre). Nach der schafiitischen Lehre muss das Gebet von Anfang an wiederholt werden. Bei bewusster Ungültigkeit muss das Gebet wiederholt werden.


  • 11 Apr 2025Ep 039: Die Asch'aritische und Maturidische Theologieschule: Ein Vergleich00:15:59

    Mehr Texte zum Thema und Aufgaben findet ihr unter diesem Link: https://wp.me/pg9qwO-9N


    Asch'aritische und Maturidische TheologieQuiz (Kurze Antworten)

    1. Was sind die Hauptunterscheidungsmerkmale zwischen der asch'aritischen und der maturidischen Schule im sunnitischen Islam?
    2. Erklären Sie kurz den unterschiedlichen Ansatz der Asch'ariten und Maturiditen bezüglich der Fähigkeit des menschlichen Verstandes zur Gotteserkenntnis (Maʿrifat Allah).
    3. Was ist das "Propheteneltern-Problem" und welche unterschiedlichen Positionen vertreten die asch'aritische und maturidische Schule dazu?
    4. Beschreiben Sie kurz den Unterschied im methodischen Ansatz der Maturiditen bei der Interpretation göttlicher Attribute hinsichtlich Tafsīr und Taʾwīl.
    5. Nennen Sie drei der sechs grundlegenden Glaubenssätze, in denen die asch'aritische und maturidische Schule übereinstimmen.
    6. Wie unterschied sich die historische Entwicklung und Verbreitung der asch'aritischen und maturidischen Schulen?
    7. Erläutern Sie kurz den asch'aritischen Ansatz zum Taʾwīl (allegorische Interpretation) göttlicher Attribute.
    8. Geben Sie ein Beispiel für einen Koranvers, der in der asch'aritischen Theologie durch Taʾwīl interpretiert wird, und nennen Sie die gängige allegorische Bedeutung.
    9. Inwiefern lehnen sowohl die asch'aritische als auch die maturidische Schule den Anthropomorphismus (Taschbih) ab?
    10. Was war die generelle Haltung der sunnitischen Theologieschulen (einschließlich Asch'ari und Maturidi) zueinander bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts?
    1. Die Hauptunterschiede liegen in der Betonung der Vernunft bei der Gotteserkenntnis (Maturidi stärker), der Position zum Schicksal der Propheteneltern (Maturidi strikter) und dem Umgang mit der Interpretation göttlicher Attribute (Taʾwīl). Beide Schulen bilden jedoch das dogmatische Fundament für die Mehrheit der sunnitischen Muslime.
    2. Die Maturiditen glauben, dass der menschliche Verstand allein moralische Wahrheiten und die Existenz Gottes erkennen kann, auch ohne Offenbarung. Die Asch'ariten betonen stärker die Notwendigkeit der Offenbarung für die Verantwortlichkeit und die Erkenntnis Gottes im Detail.
    3. Das "Propheteneltern-Problem" betrifft die Frage nach dem Seelenheil der Eltern des Propheten Muhammad. Die Maturidiyya vertritt klar die Position, dass sie als Ungläubige gestorben sind, während die Asch'ariyya eine posthume göttliche Begnadigung nicht kategorisch ausschließt.
    4. Maturidi unterschied zwischen Tafsīr als kategorischer Schlussfolgerung der Bedeutung und Taʾwīl als Bevorzugung einer von mehreren Möglichkeiten ohne kategorischen Schluss. Er war vorsichtiger im Umgang mit Taʾwīl.
    5. Drei gemeinsame Glaubenssätze sind der Glaube an die Einheit Gottes (Tauhīd), der Glaube an die Engel (al-Mala'ika) und der Glaube an den Jüngsten Tag. Sie stimmen auch im Glauben an die Propheten, die heiligen Bücher (insbesondere den Koran) und das Schicksal überein.
    6. Die Maturidiyya, gegründet im 10. Jahrhundert von Maturidi, verbreitete sich hauptsächlich unter Hanafiten in Zentralasien, der Türkei und dem indischen Subkontinent. Die Asch'ariyya, gegründet von al-Asch'arî, verbreitete sich breiter in der islamischen Welt und wurde durch Gelehrte wie Ghazâlî weiterentwickelt.
    7. Der asch'aritische Ansatz zum Taʾwīl besteht darin, mehrdeutige Koranverse, insbesondere solche, die scheinbar anthropomorphe Attribute Gottes beschreiben, allegorisch zu interpretieren, um den Tanzīh (die Transzendenz Gottes) zu wahren und Tashbīh (Vergleich mit der Schöpfung) zu vermeiden.

    18 Apr 2025Ep 040: Fasten wie für ein Jahr – mit nur 6 Tagen: So sammelst du himmlische Bonuspunkte im Shawwal00:04:12


    Du hast den Ramadan hinter dir – einen ganzen Monat voller Fasten, Gebet, Quranlesen, vielleicht auch Spenden und guter Taten. Und jetzt ist Eid vorbei, es wird wieder normal gegessen und getrunken, und man denkt vielleicht: „Geschafft!“

    Aber Moment mal… da gibt’s noch etwas ganz Besonderes – sechs Tage im Monat Schawwal, die eine gewaltige Belohnung versprechen. Und darüber reden wir heute.


    Was ist das Schawwal-Fasten?

    Nach dem Monat Ramadan gibt es im islamischen Mondkalender den Monat Schawwal. In diesem Monat hat der Prophet Muhammad ﷺ empfohlen, sechs Tage zusätzlich zu fasten.

    In einem Hadith sagt er sinngemäß:

    „Wer den Ramadan fastet und danach sechs Tage im Schawwal, dem wird es angerechnet, als hätte er das ganze Jahr gefastet.“
(Sahih Muslim)

    Das heißt: Du fastest 30 Tage im Ramadan, plus 6 Tage im Schawwal – und bekommst die Belohnung, als hättest du ein ganzes Jahr lang gefastet!

    Wie das?

    Ganz einfach erklärt: Im Islam zählt jede gute Tat zehnfach. 30 Tage Ramadan x 10 = 300. 6 Tage Schawwal x 10 = 60. Zusammen also 360 – das ist ziemlich genau ein Jahr!


    Warum lohnt sich das Schawwal-Fasten?

    Jetzt mal ehrlich: Sechs Tage klingt erstmal nicht viel. Aber wenn man sich überlegt, wie riesig die Belohnung ist, wird’s spannend.

    Hier ein paar Gründe, warum dieses Fasten so besonders ist:

    Es zeigt Kontinuität:
Du machst weiter mit guten Taten – auch nach dem Ramadan. Das ist ein Zeichen, dass du den Ramadan wirklich ernst genommen hast und nicht nur „temporär fromm“ warst.

    Es stärkt die Beziehung zu Allah:
Du bleibst dran. Nicht alles auf einmal, sondern Stück für Stück. Und Allah liebt die beständigen Taten, auch wenn sie klein sind.

    Es hilft beim Detox:
Fasten ist auch eine Art Reinigung – für Körper und Seele. Die sechs Tage helfen dir, diesen Zustand zu verlängern und weiter bewusst zu leben.

    Es ist flexibel:
Du musst die sechs Tage nicht direkt hintereinander fasten. Du kannst sie aufteilen – solange sie im Monat Schawwal sind.


    Praktische Tipps

    Hier sind ein paar Tipps, wie du das Schawwal-Fasten gut in deinen Alltag integrieren kannst:

    Starte bald: Je früher du anfängst, desto entspannter wird’s. Warte nicht bis zur letzten Woche.

    Wähle feste Tage: Zum Beispiel jeden Montag und Donnerstag – das hat der Prophet ﷺ sowieso oft gemacht.

    Faste mit Freunden oder Familie: Gemeinsam fastet es sich leichter, und man motiviert sich gegenseitig.

    Verbinde es mit Dua und Quran: Nutze die Fastentage auch spirituell – nicht nur als Verzicht, sondern als Kraftquelle.


    Der Ramadan ist vorbei – aber dein spiritueller Weg geht weiter. Die sechs Tage im Schawwal sind wie ein Bonuslevel, ein Zeichen der Barmherzigkeit Allahs. Nutze sie! Es ist ein einfacher, aber sehr kraftvoller Weg, um Allahs Nähe zu spüren und für ein ganzes Jahr belohnt zu werden. Ach ja, heute ist der 18. April 2025 und somit der 20. Schawwal 1446. Da der Schawwal Monat in diesem Jahr 30 Tage hat, hättest du ab heute noch zehn Tage Zeit die 6 Tage im Schawwal zu fasten und von der Belohnung zu profitieren.

    Ich hoffe, diese Folge hat dich inspiriert. Vielleicht beginnst du ja schon morgen mit dem Schawwal-Fasten. Wenn dir die Folge gefallen hat, teile sie gerne mit anderen – vielleicht motivierst du jemanden, diese sechs besonderen Tage nicht zu verpassen.


    21 Nov 2024Ep 017: Thora, Bibel und Koran: Was die Bücher verbindet und unterscheidet00:13:07

    https://bio.site/IWK


    AUFGABE: Hier findest du Aufgaben und Lösungen zur Podcastfolge und zum Text. Höre dir die Podcastfolge an und lies den Text. Versuche dann, die Aufgaben im PDF-Dokument zu lösen. https://islamwissenkompakt.wordpress.com/wp-content/uploads/2024/11/ep-017-thora-bibel-koran-was-die-buecher-verbindet-und-unterscheidet.pdf


    Im Islam werden drei Arten der Offenbarung beschrieben:

    • Geheime oder nonverbale Offenbarung: Allah legt die Botschaft direkt in das Herz seines Dieners. So wurden die heiligen Hadithe, Worte des Propheten, die mit "Allah sagt" beginnen und nicht Teil des Korans sind, offenbart. Der Prophet empfing die Bedeutung der Hadithe in seinem Herzen und formulierte sie dann in seinen eigenen Worten.
    • Offenbarung hinter einem Vorhang: Der Prophet hört Worte, aber sieht nichts. Ein Beispiel dafür ist Mose, der Gottes Wort hinter einem Baum wahrnahm.
    • Verbale Offenbarung: Dies ist die höchste Stufe der Offenbarung und wird durch den Engel Gabriel vermittelt. Auf diese Weise wurde der Koran dem Propheten Mohammed offenbart, wobei Gabriel die Verse wortwörtlich überbrachte.

    Es ist wichtig zu beachten, dass nur Propheten Offenbarungen erhalten. Eingebungen, die Allah seinen geliebten Dienern ins Herz legt, sind nicht mit Offenbarung zu verwechseln. Diese Eingebungen sind nicht unbedingt gewisses Wissen und sind nur für denjenigen bindend, der sie erhält. Im Gegensatz dazu ist die Offenbarung gewiss und jeder muss ihr folgen.

    Im Islam wird zwischen vier großen Offenbarungsschriften und Offenbarungstafeln unterschieden:

    • ​Offenbarungstafeln umfassen in der Regel nur wenige Seiten.
    • ​Folgende Propheten sollen Offenbarungstafeln empfangen haben:
    • Keine dieser Tafeln ist heute noch erhalten.
    • ​Die vier großen Offenbarungsschriften sind:
    • ​Bis auf große Teile der Psalmen sind diese Bücher weitgehend erhalten. Allerdings glaubt man im Islam, dass die heutigen Texte von den Urtexten abweichen.
    • ​Die Thora, wie wir sie heute kennen, besteht aus verschiedenen Texten, die zu verschiedenen Zeiten aufgezeichnet oder überliefert wurden.
    • ​Möglicherweise sind in ihr noch wahre Worte Moses erhalten.
    • ​Nach Moses Tod zerstritten sich die Söhne Israels, verloren ihre Vormacht und wurden versklavt. Viele Herrscher nach Salomo wandten sich von der Religion Moses ab. Das führte dazu, dass die Religionstexte nicht in ihrer ursprünglichen Form erhalten werden konnten.
    • ​Im Jahr 622 v. Chr. stellte Esra die Thoratexte und -überlieferungen zusammen. Diese Zusammenstellung wird als das Buch Thora angesehen.
    • ​Die Texte des Alten Testaments finden wir heute in hebräischer, griechischer und samaritanischer Sprache.
    • Im Koran wird das Abweichen vom Urtext der Thora angesprochen.
    • ​Die Bibel (das Neue Testament) wurde von verschiedenen Autoren verfasst.
    • ​Die vier kanonischen Evangelien des Neuen Testaments (Lukas, Matthäus, Johannes und Markus) beinhalten teilweise voneinander abweichende Themen und Aspekte.
    • ​Die heutige Auswahl der vier kanonischen Evangelien aus zahlreichen anderen Bibeltexten erfolgte auf dem geistlichen Konzil von 325.
    • ​Muslime glauben, dass Thora, Bibel und Psalmen vor dem Koran von Gott offenbart wurden, aber die gegenwärtigen Texte von diesen Urtexten abweichen.
    • ​Der Koran wurde dem Propheten Mohammed durch den Engel Gabriel in arabischer Sprache offenbart.
    • ​Er gilt als Wort Gottes und unverfälscht erhalten.
    • ​Muslime glauben, dass es unmöglich ist, etwas dem Koran sprachlich Überlegenes hervorzubringen.
    13 Nov 2024Ep 015: Elternliebe trotz Wunden – Islamische Sicht auf familiäre Konflikte00:09:54

    https://bio.site/IWK


    AUFGABE: Auf unserer Internetseite findest du Aufgaben und Lösungen zur Podcastfolge und zum Text. Höre dir die Podcastfolge an und lies den Text. Versuche dann, die Aufgaben im PDF-Dokument zu lösen.


    https://islamwissenkompakt.wordpress.com/2024/11/13/ep-015-elternliebe-trotz-wunden-islamische-sicht-auf-familiare-konflikte/


    Die Balance zwischen Barmherzigkeit gegenüber den Eltern und Selbstschutz

    Die Quellen betonen die hohe Bedeutung der Barmherzigkeit und Güte gegenüber den Eltern im Islam. Diese Pflicht wird als eine der wichtigsten Taten angesehen, gleich nach dem pünktlichen Gebet. Gleichzeitig erkennen die Quellen aber auch an, dass Eltern ihren Kindern psychischen Schaden zufügen können und dass der Schutz der eigenen psychischen Gesundheit ein islamisches Gebot ist. Die Herausforderung besteht darin, diese beiden Gebote in Einklang zu bringen.Es gibt keine allgemeingültige Lösung für dieses Dilemma. Jeder Fall ist individuell und muss mit Weisheit, Wissen und Gottesfurcht betrachtet werden. Es gibt jedoch einige Prinzipien und Ansätze, die in den Quellen genannt werden und helfen können, eine Balance zu finden:●Grenzen der elterlichen Autorität: Die Quellen stellen klar, dass die Gehorsamspflicht gegenüber den Eltern nicht absolut ist. Wenn Eltern ihre Kinder zu Handlungen drängen, die gegen die islamischen Gebote verstoßen, insbesondere zu Götzendienst, müssen Kinder ihren Eltern nicht gehorchen. Das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung, sowohl physisch als auch psychisch, wird ebenfalls betont.●Selbstschutz als religiöses Gebot: Die Quellen betonen, dass auch der Schutz der eigenen psychischen und physischen Gesundheit ein religiöses Gebot ist. Wenn der Kontakt zu den Eltern zu psychischen Problemen führt, ist es legitim, den Kontakt einzuschränken, um sich selbst zu schützen.●Professionelle Unterstützung: Die Quellen empfehlen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um mit den Herausforderungen im Umgang mit verletzenden Eltern umzugehen. Ein Psychologe oder ein muslimischer Seelsorger kann helfen, die Situation zu analysieren, individuelle Lösungen zu finden und die psychische Belastbarkeit zu stärken.●Schrittweise Annäherung: Anstatt den Kontakt zu den Eltern komplett abzubrechen, kann es sinnvoll sein, sich schrittweise anzunähern und die Kontaktzeit langsam zu steigern. Dies ermöglicht es, die eigene psychische Belastbarkeit zu testen und die Beziehung zu den Eltern in einem Tempo zu entwickeln, das für alle Beteiligten verträglich ist.●Minimal Bemühungen: Auch wenn ein enger Kontakt zu den Eltern nicht möglich ist, betonen die Quellen, dass bereits minimale Bemühungen, die Beziehung aufrechtzuerhalten, wertvoll sind und belohnt werden. Ein Anruf zum Geburtstag, ein Gruß zum Fest oder ein kurzes Gespräch können bereits einen Unterschied machen.Wichtig ist, sich daran zu erinnern, dass Allah die Bemühungen des Einzelnen sieht und belohnt, auch wenn die Beziehung zu den Eltern schwierig bleibt. Man sollte sich nicht für die Fehler der Eltern verantwortlich fühlen und sich nicht zu sehr quälen, wenn die Beziehung nicht den idealen Vorstellungen entspricht. Manchmal ist es notwendig, die eigenen Grenzen zu akzeptieren und sich auf das zu konzentrieren, was man selbst kontrollieren kann: die eigenen Bemühungen, ein gutes Verhältnis zu den Eltern zu pflegen und gleichzeitig die eigene psychische Gesundheit zu schützen.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Balance zwischen Barmherzigkeit gegenüber den Eltern und dem Schutz der eigenen psychischen Gesundheit durch die Berücksichtigung der islamischen Gebote, des individuellen Wohlbefindens und der professionellen Unterstützung gefunden werden kann.


    03 Jan 2025Ep 024: Technologie vs. Schöpfung: Die Barmherzigkeit Gottes im Vergleich zur digitalen Kontrolle00:04:14

    In dieser Folge stellen wir uns eine düstere Zukunft vor: Eine Welt, in der eine mächtige Elite die Menschheit durch Technologie kontrolliert. Von Smartphones über Wearables bis hin zu Implantaten – könnte unsere Freiheit eines Tages durch Abonnements für Sinne wie Sehen, Hören oder Riechen eingeschränkt werden? Wir vergleichen diese Vision mit der bedingungslosen Barmherzigkeit unseres Schöpfers, der uns all diese Gaben ohne Gegenleistung schenkt. Ein Denkanstoß über Freiheit, Kontrolle und die Dankbarkeit gegenüber Allah.

    24 Jan 2025Ep 027: Die Kunst des Huschū: Demut und Achtsamkeit im Gebet00:20:07

    Textaufgaben, findest du hier: https://wp.me/pg9qwO-8H

    13 Feb 2025Ep 030: „Islamische Überfremdung“ Europas: Wie neokoloniale Strukturen die Migrationsbewegungen formen00:18:36

    Textaufgaben findet ihr unter diesem Link: https://wp.me/pg9qwO-8W

    #AfD #Pegida #Islamophobie #Merz #Wahlen2025 #Islamhass

    06 Nov 2024Ep 001: Niyyah erklärt: Die unsichtbare Kraft hinter jeder Tat00:08:08

    https://bio.site/IWK


    ## Die Bedeutung der Absicht im Islam


    Im Islam spielt die Absicht, auf Arabisch *Niyyah*, eine zentrale Rolle. Sie bestimmt den Wert einer Handlung und kann sich in verschiedenen Situationen ändern.


    * **Jede Handlung wird nach ihrer Absicht beurteilt.** Das bedeutet, dass der Grund, warum man etwas tut, wichtiger ist als die Handlung selbst.

    * Eine Handlung, die äußerlich gut aussieht, kann wertlos sein, wenn sie mit der falschen Absicht ausgeführt wird. So kann jemand z. B. Almosen geben, um von anderen gelobt zu werden, anstatt aus Mitgefühl für die Bedürftigen. In diesem Fall wäre die Handlung zwar äußerlich gut, aber innerlich verdorben und hätte keinen Wert vor Gott.

    * Umgekehrt kann eine Handlung, die äußerlich schlecht aussieht, einen hohen Wert haben, wenn die Absicht dahinter rein ist. So kann jemand z. B. gezwungen sein, eine Sünde zu begehen, aber innerlich dagegen ankämpfen. In diesem Fall wäre die Handlung zwar äußerlich schlecht, aber innerlich rein und würde von Gott belohnt werden.


    ### Wie sich die Absicht ändern kann


    Die Absicht kann sich in verschiedenen Situationen ändern, je nachdem, welche Motive und Ziele man verfolgt.


    * **Soziale Anerkennung:** Der Wunsch nach Lob und Anerkennung kann die Absicht verfälschen. Wenn man eine gute Tat nur vollbringt, um von anderen gesehen und bewundert zu werden, dann ist die Handlung nicht mehr aufrichtig.

    * **Eigeninteresse:** Auch egoistische Motive, wie z. B. der Wunsch nach materiellem Gewinn oder die Vermeidung von Strafe, können die Reinheit der Absicht beeinträchtigen.

    * **Religiöse Heuchelei:** Es ist besonders gefährlich, wenn man religiöse Handlungen nur zum Schein vollbringt, um fromm zu erscheinen. Diese Art der Heuchelei, auf Arabisch *Riya*, wird im Islam streng verurteilt.

    * **Änderung der Motivation:** Die Absicht kann sich auch im Laufe einer Handlung ändern. So kann jemand z. B. eine Reise mit der Absicht antreten, eine Pilgerfahrt zu machen, aber während der Reise die Absicht entwickeln, einen Ehepartner zu finden.


    ### Die Wichtigkeit der Selbstprüfung


    Da die Absicht im Verborgenen liegt und nur Gott sie wirklich kennt, ist es wichtig, sich selbst regelmäßig zu hinterfragen und seine Motive zu überprüfen.


    * Man sollte sich fragen, **warum** man etwas tut und **für wen** man es tut.

    * Man sollte sich vor **falschem Stolz** und **Selbstgerechtigkeit** hüten und sich immer wieder daran erinnern, dass nur Gott die Herzen kennt.

    * Es ist hilfreich, **Allah um Hilfe zu bitten**, damit die Absichten rein bleiben.

    * Man sollte sich an **Vorbildern** orientieren, die für ihre Aufrichtigkeit und ihren Gottesglauben bekannt waren.


    ### Die verschiedenen Grade der Absicht


    Es gibt verschiedene Grade der Absicht, die von der **vollkommenen Reinheit** bis zur **vollkommenen Verdorbenheit** reichen.


    * Der höchste Grad der Absicht ist die **reine Absicht**, die nur auf Gott ausgerichtet ist.

    * Der niedrigste Grad der Absicht ist die **verdorbene Absicht**, die nur auf weltliche Ziele ausgerichtet ist.


    Zwischen diesen beiden Extremen gibt es verschiedene Abstufungen.


    ### Die Bedeutung der Aufrichtigkeit


    Die Aufrichtigkeit, auf Arabisch *Sidq*, ist eng mit der Absicht verbunden. Sie bedeutet, dass die **inneren und äußeren Handlungen übereinstimmen**.


    * Ein Mensch ist aufrichtig, wenn er das tut, was er sagt, und wenn seine Taten seinen Worten entsprechen.

    * Aufrichtigkeit ist eine wichtige Voraussetzung für die Annahme der guten Werke durch Gott.


    Die Quellen betonen die Wichtigkeit der Aufrichtigkeit in allen Lebensbereichen, sei es im Glauben, im Handeln oder im zwischenmenschlichen Umgang.


    **Es ist wichtig anzumerken, dass einige der in den Quellen genannten Beispiele und Anekdoten aus der islamischen Tradition stammen und möglicherweise nicht von allen Muslimen gleichermaßen anerkannt werden.**

    06 Nov 2024Ep 002: Allahs 99 Namen: Ein Leitfaden zur spirituellen Transformation Teil 100:19:54

    ## Die Wichtigkeit der 99 Namen Allahs für Muslime


    Die 99 Namen Allahs sind für Muslime aus verschiedenen Gründen wichtig:


    * **Sie spiegeln die Eigenschaften und Attribute Allahs wider:** Jeder Name steht für eine bestimmte Eigenschaft Allahs, wie Barmherzigkeit (Ar-Rahman), der Heiler (Asch-Schafi), der Allwissende (Al-Alim), der Gerechte (Al-'Adl) etc.. Das Verständnis dieser Namen hilft Muslimen, die Natur und das Wesen Allahs besser zu erfassen.

    * **Sie dienen als Mittel zur Anbetung:** Muslime können Allah mit seinen verschiedenen Namen anrufen und ihn in ihren Gebeten (Du'a) um Hilfe und Unterstützung bitten.. Indem sie Allah mit seinen Namen anrufen, erkennen sie seine Größe und Macht an und suchen seine Nähe.

    * **Sie dienen als Orientierung im Leben:** Indem Muslime die 99 Namen Allahs kennen und verinnerlichen, können sie ihr Leben nach den Eigenschaften Allahs ausrichten. Zum Beispiel, wenn man weiß, dass Allah der Barmherzige ist, wird man versuchen, selbst barmherzig gegenüber anderen zu sein..

    * **Sie stärken den Glauben und das Vertrauen in Allah:** Die Namen Allahs erinnern Muslime daran, dass Allah allmächtig, allwissend und allgegenwärtig ist. Dies stärkt ihren Glauben und ihr Vertrauen in Allah, besonders in schwierigen Situationen..

    * **Sie führen zu einem tieferen Verständnis des Korans und der Sunna:** Die 99 Namen Allahs werden im Koran und in der Sunna erwähnt. Indem man sich mit den Namen beschäftigt, versteht man die islamischen Schriften besser und kann die darin enthaltenen Botschaften besser auf das eigene Leben anwenden.

    * **Sie führen ins Paradies:** In einem Hadith, der als Sahih (authentisch) eingestuft wird, heißt es: „Allah hat neunundneunzig Namen und wer sie bewahrt, wird das Paradies betreten.“. Das „Bewahren“ der Namen kann verschiedene Bedeutungen haben, wie das Aufzählen der Namen im Gebet, das Handeln nach den Eigenschaften, die die Namen repräsentieren, oder das Respektieren und Befolgen der Gebote Allahs.


    Zusätzlich zu diesen Punkten zeigen die Quellen, dass die Namen Allahs auch dazu beitragen können:


    * **Dankbarkeit für die Schöpfung Allahs zu entwickeln:** Das Betrachten der Schönheit und Komplexität der Schöpfung kann zu einem tieferen Verständnis und Wertschätzung für die Eigenschaften Allahs, wie **Al-Jamil (der Schönste)**, **Al-Khaliq (der Schöpfer)** und **Al-Musawwir (der Gestalter)**, führen.

    * **Trost und Hoffnung in schwierigen Zeiten zu finden:** Die Namen Allahs, wie **Asch-Schafi (der Heiler)**, **Al-Muqit (der Versorger)** und **Al-Wakil (der Vertrauenswürdige)**, erinnern daran, dass Allah immer für seine Schöpfung sorgt und ihr in Zeiten der Not beisteht.

    * **Die Beziehung zu Allah zu stärken:** Das Nachdenken über die Namen Allahs und ihre Bedeutung kann zu einem tieferen Verständnis und einer innigeren Verbindung mit Allah führen.


    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die 99 Namen Allahs für Muslime von großer Bedeutung sind. Sie bieten eine Möglichkeit, Allah besser kennenzulernen, ihn anzubeten und ihr Leben nach seinen Eigenschaften auszurichten. Sie stärken den Glauben, spenden Trost und Hoffnung und eröffnen den Weg zu einem tieferen Verständnis der islamischen Lehren.

    15 Mar 2025Ep 034: Ramadan-Challenge - IftarExzesse und die Ruhe des Itikaf00:07:46

    Ich lade euch zu einer Challenge ein: Nutzt den Ramadan bewusst und effektiv – ohne euch zu überessen und das wahre Gefühl dieser besonderen Zeit zu verlieren. Wenn du dabei sein möchtest, mach mit und teile deine Erfahrungen mit meinen wertvollen Tipps!

    10 Jan 2025Ep 025: Geschlechtsverkehr, Menstruation, Wudū', Tayammum, Überstrumpf und Ghusl erklärt00:12:10

    Textaufgaben zur Podcastfolge findet ihr hier: https://wp.me/pg9qwO-8p


    Dieses Arbeitsblatt behandelt die rituellen Reinigungspraktiken im Islam, darunter Teilwaschung (Wudū'), Sandwaschung (Tayammum) und Ganzkörperwaschung (Ghusl). Bearbeite die Aufgaben aufmerksam und nutze die Textgrundlage, um die Fragen zu beantworten.

    21 Mar 2025Ep 035: Die Kraft des Dua – Ein spiritueller Wegweiser durch Prüfungen00:15:03

    Duas entfalten nicht erst in der akuten Krise ihre Wirkung, sondern wirken bereits präventiv – sie schaffen eine Barriere, die uns vor unsichtbaren Gefahren bewahren kann.

    Ein besonders kraftvolles Beispiel ist das Du’a, das lautet:

    „Bismillahilladhi laa yadhurru ma'asmihi shay'un fiil ardi walaa fissamaa i wa huwaassamii'ul aleem.“

    Dieses Gebet wird dreimal täglich rezitiert – morgens und abends – und soll uns daran erinnern, dass wir unter dem Schutz Allahs stehen.


    Ein Dua wird nur dann angenommen wird, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind:

    Halal-Einkommen und Reinheit des Vermögens: Nur wenn unser Lebensunterhalt im Einklang mit den Prinzipien des Islams erworben wurde, wird auch unser Dua rein und kraftvoll.

    Handeln aus Gehorsam: Wir müssen die notwendigen Schritte unternehmen und im Einklang mit Allahs Geboten handeln – ohne jedoch an die Wirksamkeit der Mittel zu glauben.

    Unerschütterlicher Glaube an Allahs Antwort: Zweifel haben keinen Platz, auch wenn der Zeitpunkt der Antwort uns verborgen bleibt.

    Diese Elemente machen unseren Dialog mit Allah authentisch und stärken unseren inneren Glauben.


    Der Ausdruck „Alhamdulillah“ – Alles Lob gebührt Allah – ist mehr als nur ein Wort; er ist ein Lebensstil. In guten wie in schlechten Zeiten hilft uns dieser Ausdruck, den Fokus auf die unendliche Weisheit und Barmherzigkeit Allahs zu richten.


    Hier einige konkrete Anregungen, die Dir helfen können, Deinen Glauben zu festigen:

    Tägliche Routinen etablieren:

    Beginne und beende Deinen Tag mit speziellen Bittgebeten und Dhikr. Erstelle Dir einen festen Zeitplan, der Dir ermöglicht, in Ruhe über die Worte des Dua nachzudenken und sie mit voller Hingabe zu rezitieren.

    Selbstkritik und Muhasaba:

    Führe ein spirituelles Tagebuch, in dem Du Deine täglichen Erfahrungen, Herausforderungen und Erfolge notierst. Diese Muhasaba (Selbstprüfung) kann Dir helfen, Muster zu erkennen und bewusst an Deinen Schwächen zu arbeiten.

    Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung:

    Der Islam erinnert uns daran, dass die Unterstützung unter den Gläubigen – das Ummah-Gefühl – von großer Bedeutung ist. Suche den Austausch mit anderen Gläubigen, besuche Studienkreise oder bete gemeinsam, um die spirituelle Gemeinschaft zu stärken.

    Bildung und Wissen:

    Vertiefe Dein Wissen über die authentischen Lehren des Propheten (Friede sei mit ihm) und der Gelehrten. Das Verständnis der historischen und theologischen Hintergründe verleiht Deinen Duas zusätzliche Tiefe und Bedeutung.


    Beende diesen Tag mit einem bewussten Moment der Stille. Schließe die Augen, atme tief durch und sprich in Deinem Herzen:

    „Oh Allah, stärke meinen Glauben, leite mich auf dem Pfad der Wahrheit und schenke mir in jeder Prüfung Deine unendliche Gnade.“

    Erinnere Dich daran, dass jeder Tag – sei er von Prüfungen oder Segnungen geprägt – ein Geschenk ist, das Dich näher zu Deinem Schöpfer bringt.

    06 Nov 2024Ep 006: Allahs 99 Namen: Ein Leitfaden zur spirituellen Transformation Teil 4b00:14:07

    ## Die Wichtigkeit der 99 Namen Allahs für Muslime


    Die 99 Namen Allahs sind für Muslime aus verschiedenen Gründen wichtig:


    * **Sie spiegeln die Eigenschaften und Attribute Allahs wider:** Jeder Name steht für eine bestimmte Eigenschaft Allahs, wie Barmherzigkeit (Ar-Rahman), der Heiler (Asch-Schafi), der Allwissende (Al-Alim), der Gerechte (Al-'Adl) etc.. Das Verständnis dieser Namen hilft Muslimen, die Natur und das Wesen Allahs besser zu erfassen. 

    * **Sie dienen als Mittel zur Anbetung:** Muslime können Allah mit seinen verschiedenen Namen anrufen und ihn in ihren Gebeten (Du'a) um Hilfe und Unterstützung bitten.. Indem sie Allah mit seinen Namen anrufen, erkennen sie seine Größe und Macht an und suchen seine Nähe. 

    * **Sie dienen als Orientierung im Leben:** Indem Muslime die 99 Namen Allahs kennen und verinnerlichen, können sie ihr Leben nach den Eigenschaften Allahs ausrichten. Zum Beispiel, wenn man weiß, dass Allah der Barmherzige ist, wird man versuchen, selbst barmherzig gegenüber anderen zu sein..

    * **Sie stärken den Glauben und das Vertrauen in Allah:** Die Namen Allahs erinnern Muslime daran, dass Allah allmächtig, allwissend und allgegenwärtig ist. Dies stärkt ihren Glauben und ihr Vertrauen in Allah, besonders in schwierigen Situationen..

    * **Sie führen zu einem tieferen Verständnis des Korans und der Sunna:** Die 99 Namen Allahs werden im Koran und in der Sunna erwähnt. Indem man sich mit den Namen beschäftigt, versteht man die islamischen Schriften besser und kann die darin enthaltenen Botschaften besser auf das eigene Leben anwenden.

    * **Sie führen ins Paradies:** In einem Hadith, der als Sahih (authentisch) eingestuft wird, heißt es: „Allah hat neunundneunzig Namen und wer sie bewahrt, wird das Paradies betreten.“. Das „Bewahren“ der Namen kann verschiedene Bedeutungen haben, wie das Aufzählen der Namen im Gebet, das Handeln nach den Eigenschaften, die die Namen repräsentieren, oder das Respektieren und Befolgen der Gebote Allahs.


    Zusätzlich zu diesen Punkten zeigen die Quellen, dass die Namen Allahs auch dazu beitragen können:


    * **Dankbarkeit für die Schöpfung Allahs zu entwickeln:** Das Betrachten der Schönheit und Komplexität der Schöpfung kann zu einem tieferen Verständnis und Wertschätzung für die Eigenschaften Allahs, wie **Al-Jamil (der Schönste)**, **Al-Khaliq (der Schöpfer)** und **Al-Musawwir (der Gestalter)**, führen.

    * **Trost und Hoffnung in schwierigen Zeiten zu finden:** Die Namen Allahs, wie **Asch-Schafi (der Heiler)**, **Al-Muqit (der Versorger)** und **Al-Wakil (der Vertrauenswürdige)**, erinnern daran, dass Allah immer für seine Schöpfung sorgt und ihr in Zeiten der Not beisteht.

    * **Die Beziehung zu Allah zu stärken:** Das Nachdenken über die Namen Allahs und ihre Bedeutung kann zu einem tieferen Verständnis und einer innigeren Verbindung mit Allah führen.


    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die 99 Namen Allahs für Muslime von großer Bedeutung sind. Sie bieten eine Möglichkeit, Allah besser kennenzulernen, ihn anzubeten und ihr Leben nach seinen Eigenschaften auszurichten. Sie stärken den Glauben, spenden Trost und Hoffnung und eröffnen den Weg zu einem tieferen Verständnis der islamischen Lehren. 

    16 Jan 2025Ep 026: Muslimfeindlichkeit in Deutschland 2024: Fakten und Analysen00:09:46

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    09 Nov 2024Ep 011: Von Hanafi bis Hanbali: Die Geschichte der 4 Sunnitischen Rechtsschulen00:17:45

    Rechtsschulen des Glaubens und der religiösen Praxis im Islam


    AUFGABE: Hier findest du Aufgaben und Lösungen zur Podcastfolge und zum Text. Höre dir die Podcastfolge an und lies den Text. Versuche dann, die Aufgaben im PDF-Dokument zu lösen. https://wp.me/pg9qwO-2v


    Im Islam unterscheidet man zwischen Rechtsschulen des Glaubens (Aqida) und Rechtsschulen der religiösen Praxis (Fiqh). Die Rechtsschulen des Glaubens befassen sich mit den grundlegenden Glaubensinhalten des Islam, während sich die Rechtsschulen der religiösen Praxis mit der Anwendung des islamischen Rechts im Alltag befassen.


    Rechtsschulen des Glaubens:


    Die Rechtsschulen des Glaubens werden in Ahl as-Sunna (Volk der Sunna) und Ahl al-Bid'a (Volk des Abweichens) unterteilt.


    Ahl as-Sunna: Diese Gruppe folgt der Sunna des Propheten und bildet die Mehrheit der Muslime. Zu ihnen gehören drei Schulen:


    Salafiyya: Diese Schule stützt sich auf die Ansichten der Prophetengefährten und ihrer Nachfolger und akzeptiert die Regelungen des Korans und der Sunna ohne Auslegung. Sie gilt als die erste Rechtsschule des Glaubens und beeinflusste die frühen Gelehrten der vier großen Rechtsschulen der religiösen Praxis.


    Maturidiyya: Diese Schule wurde von Muhammed Abu Mansur al-Maturidi gegründet und verteidigte die Ahl as-Sunna gegen "falsche Auslegungen". Die Hanafi Rechtsschule der religiösen Praxis gehört dieser Glaubensschule an.


    Ash'ariyya: Ihr Begründer ist Abu'l-Hasan Ali al-Ash'ari. Die Malikitische und die Schafiitische Rechtsschule gehören dieser Glaubensschule an.


    Ahl al-Bid'a: Diese Gruppe stützt sich bei der Rechtssprechung nicht auf die Hadithe des Propheten. Die Quellen geben keine weiteren Informationen über diese Gruppe.


    Rechtsschulen der religiösen Praxis:


    Die vier verbreitetsten Rechtsschulen der religiösen Praxis (Fiqh) unter den Sunniten sind:


    Hanefitische Rechtsschule: Gegründet von Abu Hanife.


    Malikitische Rechtsschule: Gegründet von Malik bin Anas.


    Schafiitische Rechtsschule: Gegründet von Muhammed bin Idris Schafii.


    Hanbalitische Rechtsschule: Gegründet von Ahmad bin Hanbal.

    01 Feb 2025Ep 028: Wenn die Seele weint – Tod, Trauer und Hoffnung00:09:29

    Hast du eine ähnliche Erfahrung gemacht wie in dieser Podcast-Folge?

    Wie bist du mit Tod und Verlust umgegangen? Konntest du dich verabschieden?


    Welche Tipps oder Ratschläge würdest du Menschen geben, die gerade einen geliebten Menschen verlieren oder plötzlich mit einem Verlust konfrontiert sind?


    Danke, dass du deine Erfahrungen teilst!

    01 Dec 2024Ep 020: Ist alles im Islam vorherbestimmt? Die Wahrheit über Qadar00:10:24

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    Einleitung


    Der Glaube an Fügung (Qadar) und Schickung (Taqdir) ist ein fundamentales Konzept im Islam, das die Beziehung zwischen dem Menschen und dem Schöpfer erklärt. Diese Glaubensgrundsätze vermitteln, dass Allah, der Erschaffer alles Seienden, sowohl das Gesamte als auch die Einzelheiten des Geschehens bestimmt. Um diese Konzepte besser zu verstehen, ist es wichtig, die Unterschiede und Zusammenhänge zwischen Fügung und Schickung klar zu definieren.


    Fügung und Schickung


    Fügung beschreibt das ewige Wissen und das Fügen Gottes in Bezug auf Ort, Zeit und Eigenschaften der Geschehnisse. Es umfasst die Gesetze und Gesetzmäßigkeiten, die allem zugrunde liegen. Zum Beispiel könnte das Wetter, das eine Ernte beeinflusst, als Teil der Fügung betrachtet werden; Allah bestimmt die Bedingungen, die das Wachstum der Pflanzen ermöglichen. Dieses Verständnis hilft uns, die Welt um uns herum in einem göttlichen Kontext zu sehen.


    Schickung bezieht sich auf das Eintreten und die Verwirklichung dieser Fügung. Wenn ein Mensch eine Entscheidung trifft, um einen Job zu bekommen, könnte dies als Schickung angesehen werden. Allah hat die Umstände und Möglichkeiten geschaffen, aber letztendlich ist es die Entscheidung des Individuums, die zum Outcome führt. Diese Unterscheidung veranschaulicht, wie wichtig sowohl das göttliche Wissen als auch das menschliche Handeln sind.


    Allah weiß alles Geschehen, Geschehene und Geschehende. Jedes Geschehen findet statt, wie es im Wissen Allahs verankert ist. Der Koran bringt dies zum Ausdruck:


    „Kein Unglück trifft ein, weder (draußen) im Land noch bei euch selber, ohne dass es in einer Schrift (verzeichnet) wäre, noch ehe wir es erschaffen. Dies (alles zu wissen) ist Allah ein leichtes.“

    Dieses Zitat zeigt die Kontrolle Allahs über alle Aspekte des Lebens und hilft den Gläubigen, in Zeiten der Not Trost zu finden. Ebenso wird gesagt:


    „Sag: Uns wird nichts treffen, was nicht Allah uns vorherbestimmt hat. Er ist unser Schutzherr. Auf Allah sollen die Gläubigen (immer) vertrauen.“

    Hier wird deutlich, dass das Vertrauen auf Allah eine zentrale Bedeutung im Glauben und im täglichen Leben der Muslime hat.


    Wissen, Wollen und Schaffen


    Im Kontext von Fügung und Schickung sind Wissen, Wollen und Schaffen als göttliche Eigenschaften von zentraler Bedeutung. Alles geschieht im Willen und durch das Schaffen Gottes. Dies führt zur Frage der Verantwortlichkeit des Menschen: „Wenn denn Allah alles bestimmt, wieso sind wir dann verantwortlich, wenn wir den Ge- und Verboten zuwider handeln?“ Um dies zu verstehen, ist es entscheidend zu betrachten, wie Fügung und Schickung in unserem Alltag zusammenwirken.


    Die Entscheidungsfreiheit des Menschen


    Allah hat die Menschen geschaffen und ihnen die Fähigkeit zur Entscheidungsfindung gegeben. Der Mensch hat die Freiheit, zwischen Gut und Böse zu wählen, was als partielles Wollen bezeichnet wird. Beispielsweise kann jemand entscheiden, ob er bei einer Prüfung schummeln oder ehrlich arbeiten möchte. Diese Entscheidungsfreiheit ist essentiell, da sie dem Individuum erlaubt, Verantwortung für seine Taten zu übernehmen.


    Um das Gleichgewicht zwischen göttlicher Vorbestimmung und menschlichem Willen umfassender zu erläutern, kann man sich die Situation eines Sportlers vorstellen. Obwohl der Athlet hart trainiert (seine Entscheidung), sind auch äußere Faktoren wie die Wetterbedingungen (Fügung) entscheidend für den Erfolg. Diese Dynamik verdeutlicht, dass menschliche Anstrengung wichtig ist, jedoch innerhalb der Grenzen des göttlichen Plans erfolgt.

    11 Nov 2024Ep 013: Was ist Iman? Der tiefe Glaube im Islam einfach erklärt00:10:54

    AUFGABE: Hier findest du Aufgaben und Lösungen zur Podcastfolge und zum Text. Höre dir die Podcastfolge an und lies den Text. Versuche dann, die Aufgaben im PDF-Dokument zu lösen. https://islamwissenkompakt.wordpress.com/2024/11/11/ep-013-was-ist-iman-der-tiefe-glaube-im-islam-einfach-erklart/


    Die grundlegenden Prinzipien des islamischen Glaubens sind im Glaubenszeugnis (Amantu) zusammengefasst:

    • Glaube an Allah: Dies ist der wichtigste Grundsatz des Islam. Es bedeutet, an die Existenz und Einzigkeit Gottes zu glauben.
    • Glaube an Seine Engel: Muslime glauben, dass Engel Gottes Geschöpfe sind, die seinen Willen ausführen.
    • Glaube an Seine Bücher: Muslime glauben, dass Gott heilige Bücher an seine Propheten herabgesandt hat, darunter die Thora, die Psalmen, das Evangelium und den Koran.
    • Glaube an Seine Propheten: Muslime glauben, dass Gott Propheten gesandt hat, um die Menschheit zu leiten, darunter Abraham, Moses, Jesus und Mohammed.
    • Glaube an das Jenseits: Muslime glauben an ein Leben nach dem Tod, an dem die Menschen für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden.
    • Glaube an die Fügung im Guten und Schlechten: Muslime glauben, dass alles, was geschieht, von Allah vorherbestimmt ist.

    Zusätzlich zu diesen Glaubensgrundsätzen betont der Text die Bedeutung der Zustimmung des Herzens zum Glauben. Wahrer Glaube erfordert nicht nur das Aussprechen der Glaubensformel, sondern auch die aufrichtige Überzeugung im Herzen.

    Der Text hebt auch die enge Beziehung zwischen Glaube und Tat hervor. Obwohl die Tat nicht Teil des Glaubens ist, stärkt das Befolgen der Gebote Gottes den Glauben und das Nichtbefolgen schwächt ihn.

    Schließlich werden drei Bedingungen für einen gültigen Glauben genannt: keine Hoffnungslosigkeit beim Glauben, keine Ablehnung von Glaubensinhalten und Anerkennung der Gültigkeit aller Glaubensinhalte.

    Die Beziehung zwischen Glaube und Tat im Islam sind eng und wichtig, obwohl die Tat nicht als Teil des Glaubens betrachtet wird.

    • Analogie: Der Text vergleicht die Beziehung mit dem Beispiel des Gebets. Ein Muslim, der die Pflicht des Gebets anerkennt, aber aus Faulheit nicht betet, verliert nicht seinen Glauben, wird aber zum Sünder.
    • Wahrer Glaube: Um wahren Glauben zu erlangen, muss man glauben, handeln und tugendhaft sein. Allah ist nur mit den wahren Gläubigen zufrieden.
    • Auswirkung der Tat auf den Glauben: Die Tat weist auf den Glauben hin und stärkt ihn. Das Befolgen der Gebote Gottes, wie das Gebet, erhält das Licht des Glaubens im Herzen. Wer die Gebote nicht befolgt, dessen Glaube wird geschwächt und kann sogar ganz verschwinden.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Glaube die Grundlage ist, aber die Tat diesen Glauben stärkt und zum Ausdruck bringt. Obwohl die Tat nicht den Glauben definiert, ist sie essentiell für einen lebendigen und wahren Glauben im Islam.

    Die Quellen beschreiben drei Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit der Glaube im Islam Gültigkeit erlangt:

    • Keine Hoffnungslosigkeit beim Glauben: Jemand, der sein Leben im Unglauben verbracht hat und erst in seinen letzten Momenten, wenn der Tod naht und das Jenseits sichtbar wird, zum Glauben konvertiert, darf sich von diesem Glauben nichts erhoffen. Es wird impliziert, dass ein solcher Glaube aus Verzweiflung und nicht aus echter Überzeugung entsteht und daher nicht als gültig angesehen wird.
    • Keine Ablehnung von Glaubensinhalten: Ein Gläubiger darf keinen der Glaubensinhalte ablehnen oder diesen völlig zuwiderhandeln. Ein Beispiel hierfür wäre die prinzipielle Ablehnung von Gebeten, Fasten, Pilgerfahrt oder Pflichtabgaben. Solch ein Verhalten würde zum Abfall vom Glauben führen, da die Glaubensinhalte eine Einheit bilden und die Ablehnung eines Teils die Ablehnung des Ganzen bedeutet.
    • Anerkennung der Gültigkeit aller Glaubensinhalte: Ein Gläubiger muss die Gültigkeit aller Glaubensinhalte anerkennen und darf sie nicht trennen. Es ist wichtig, keinen der Glaubensinhalte als unschön oder inakzeptabel zu betrachten, da dies dem Glauben widerspricht.

    Zusammenfassend betonen die Quellen, dass ein gültiger Glaube im Islam auf echter Überzeugungvollständiger Akzeptanz aller Glaubensinhalte und dem Befolgen der Gebote basiert.

    Der Text unterscheidet zwischen zwei Arten des Glaubens:

    • Summarischer Glaube (a): Dieser Begriff beschreibt den zusammenfassenden Glauben an alle Glaubensinhalte. Das bedeutet, dass jemand, der die Glaubensformel ausspricht, summarisch allen Glaubensinhalten zugestimmt hat. Es ist ein grundlegendes Verständnis und eine Annahme aller Prinzipien des Islam.
    • Eingehender Glaube (b): Hierbei handelt es sich um einen differenzierten Glauben an jeden einzelnen Glaubensinhalt. Das bedeutet, dass man sich mit den einzelnen Aspekten des Glaubens auseinandersetzt und ein tieferes Verständnis für jeden einzelnen Punkt entwickelt. Beispiele dafür sind der Glaube an Allah, seine Engel, die Propheten, die heiligen Bücher, die Wiederauferstehung, das Paradies und die Hölle sowie an Fügung und Schickung.

    Zusammenfassend: Der summarische Glaube ist ein allgemeines Bekenntnis zum Islam, während der eingehende Glaube ein tiefergehendes Verständnis und eine Auseinandersetzung mit den einzelnen Glaubensinhalten darstellt.

    Die Beziehung zwischen Glaube und Tat im IslamDrei Bedingungen für einen gültigen Glauben im IslamUnterschied zwischen summarischem und eingehendem Glauben

    25 Nov 2024Ep 018: Vom Adam bis Muhammad: Die Propheten des Islam im Überblick00:08:19

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    AUFGABE: Auf unserer Internetseite findest du Aufgaben und Lösungen zur Podcastfolge und zum Text. Höre dir die Podcastfolge an und lies den Text. Versuche dann, die Aufgaben im PDF-Dokument zu lösen. https://islamwissenkompakt.wordpress.com/?p=252


    # Der Glaube an die Propheten – Eine zentrale Säule im Islam


    Im Islam gehört der Glaube an die Propheten (*Anbiya*) zu den sechs grundlegenden Glaubensgrundsätzen (*Iman*). Er ist eine essenzielle Verbindung zwischen Gott und den Menschen, da die Propheten die Botschaft Gottes an die Menschheit übermitteln. Aber was genau macht sie so besonders, und warum ist ihr Glaube so zentral für den Islam?


    ---


    ### **Die Notwendigkeit der Propheten**

    Propheten spielen eine Schlüsselrolle in der Beziehung zwischen Gott und den Menschen. Gott hat sie gesandt, um die Menschen rechtzuleiten und ihnen die göttlichen Gebote und Verbote zu offenbaren. Sie sind Vermittler, die den Willen Gottes in einer Form kommunizieren, die für den Menschen verständlich und zugänglich ist.


    Obwohl der Mensch durch seinen Verstand vieles erkennen kann, stößt er bei der Frage nach der richtigen Art der Anbetung an Grenzen. Wir können die Existenz eines Schöpfers nachvollziehen, doch wie dieser verehrt werden möchte, bleibt verborgen. Hier kommen die Propheten ins Spiel. Sie zeigen den Menschen den Weg zu Gott und lehren sie, wie sie Ihn anbeten sollen.


    Gott ist gerecht, und daher werden diejenigen, die niemals von einem Propheten oder seiner Botschaft erreicht wurden, nicht für ihre Unwissenheit bestraft. Der Islam betont, dass jeder Mensch die Möglichkeit haben muss, die Wahrheit kennenzulernen, bevor er für seine Taten verantwortlich gemacht wird.


    ---


    ### **Propheten und Gesandte: Unterschied und Gemeinsamkeiten**

    Im Islam wird zwischen Propheten (*Nabi*) und Gesandten (*Rasul*) unterschieden. Beide haben eine besondere Beziehung zu Gott, doch ihre Rollen sind unterschiedlich:


    - **Propheten (*Nabi*)**: Sie empfangen Offenbarungen, die sie der Menschheit vermitteln, ohne jedoch mit einer neuen Schrift oder einem neuen Gesetz zu kommen. Sie folgen den Geboten der vorangegangenen Schriften.

    - **Gesandte (*Rasul*)**: Sie erhalten eine eigene Offenbarung in Form einer Schrift oder eines Gesetzes, das eine neue Ära der Rechtleitung einleitet.


    Daher ist jeder Gesandte auch ein Prophet, doch nicht jeder Prophet ist ein Gesandter. Beispiele für Gesandte sind Mose (mit der Thora), Jesus (mit dem Evangelium) und Mohammed (mit dem Koran).


    ---


    ### **Aufgaben der Propheten**

    Die zentrale Aufgabe der Propheten ist es, den Menschen Wissen über Gott zu vermitteln und ihnen den richtigen Weg aufzuzeigen. Sie lehren:

    1. **Wissen über Gott**: Wer ist Gott, und welche Eigenschaften hat Er?

    2. **Gottes Anbetung**: Wie sollen die Menschen Gott verehren?

    3. **Gebote und Verbote**: Welche Handlungen sind erlaubt, und welche sind verboten?


    Alle Propheten haben ihre Aufgaben ohne Fehler erfüllt. Sie waren ein perfektes Vorbild für die Menschheit und handelten stets im Einklang mit Gottes Willen.


    #### **Die fünf notwendigen Eigenschaften der Propheten**:

    1. **Aufrichtigkeit (*Sidq*)**: Propheten sind wahrhaftig in ihrem Handeln und ihrer Rede. Sie lügen nicht und handeln stets gerecht.

    2. **Vertrauenswürdigkeit (*Amanah*)**: Propheten sind zuverlässig und bewahren jedes anvertraute Gut und jede Aufgabe.

    3. **Verkündigung (*Tabligh*)**: Sie übermitteln Gottes Botschaft ohne Fehler oder Abweichungen.

    4. **Verständigkeit (*Fatanah*)**: Sie besitzen eine außergewöhnliche Intelligenz und Weisheit, um ihre Aufgaben zu erfüllen.

    5. **Sündenfreiheit (*Ismah*)**: Propheten sind vor Sünden geschützt, damit sie als Vorbild für die Menschheit dienen können.

    10 Nov 2024Ep 012: Vier Pfeiler des islamischen Rechts: Die Rolle von Koran, Sunna, Idschma und Qiyas00:09:26

    Die vier Hauptquellen islamischer Rechtsregeln sind: das Buch (Koran), die Sunna, der Konsens (Idschma) und der Analogieschluss (Qiyas).

    • Der Koran ist das Wort Allahs, das dem Propheten Mohammed offenbart wurde. Er ist die wichtigste Quellereligiöser Regeln. Der Koran ist das letzte offenbarte Buch und seine Inhalte gelten für alle Zeiten. Er erklärt den Sinn des Lebens, ruft zum Glauben an Allah auf und lehrt die Prinzipien des Friedens. Der Koran enthält die Grundlagen für Gerechtigkeit, Recht, Gleichheit und Moral.
    • Die Sunna bezieht sich auf die Worte und Taten des Propheten Mohammed außerhalb des Korans. Sie ist in drei Arten unterteilt: die gesprochene Sunna (Worte des Propheten), die getane Sunna (Handlungen des Propheten) und die zugestimmte Sunna (Zustimmungen des Propheten zu Worten und Handlungen von Muslimen). Der Koran befiehlt den Muslimen, dem Propheten zu folgen. Die Sunna ist wichtig, um den Koran zu verstehen und die Umsetzung von Geboten zu lernen. Sie ist auch eine Kategorie des religiösen Urteils, die Handlungen beschreibt, die nicht obligatorisch, aber empfohlen sind.
    • Der Konsens (Idschma) ist die Übereinstimmung der Rechtsgelehrten in einem bestimmten Thema. Es gibt zwei Arten von Konsens: den offenen Konsens (alle Rechtsgelehrten äußern die gleiche Ansicht) und den Schweigekonsens (ein Rechtsgelehrter äußert eine Ansicht, der nicht widersprochen wird).
    • Der Analogieschluss (Qiyas) ist der vergleichende Schluss zu einem Thema, das nicht im Koran, in der Sunna oder im Konsens behandelt wird. Ein Beispiel dafür ist das Verbot der Erbschaft für einen Mörder, da dies zu Morden um der Erbschaft willen führen würde.

    Der Koran und die Sunna sind die eigentlichen religiösen Quellen, während der Konsens und der Analogieschluss sic

    04 Dec 2024Ep 021: Gottesdienst (Ibāda) - Innere Haltung und äußere Gestaltung im Islam00:07:43

    Aufgabenblätter (klick mich): https://wp.me/pg9qwO-4q


    Der Gottesdienst im Islam

    Der Gottesdienst stellt im Islam die höchste Form der Achtung und Verehrung Gottes dar. Er ist ein Zeichen unserer Dankbarkeit für die unzähligen Geschenke, die uns Allah, der das Universum erschaffen hat, gegeben hat. Dabei gebührt diese besondere Ehre ausschließlich Allah, dem Schöpfer aller Dinge. Der Akt des Gottesdienstes ist intrinsisch mit der Absicht verbunden—die Bindung des Herzens an Allah und die bewusste Zuwendung zu Ihm. Ein Gottesdienst ohne die richtige Absicht ist, ähnlich wie ein Körper ohne Seele, unvollständig und wertlos.


    Die Notwendigkeit des Gottesdienstes


    Der Mensch ist auf den Gottesdienst angewiesen, um seinem Schöpfer die gebührende Dankbarkeit zu zollen. Allah hat uns mit zahlreichen Fähigkeiten wie Gehör, Sehvermögen, Vernunft und Verstand ausgestattet, die uns von anderen Lebewesen unterscheiden. Im Koran wird uns erinnert, wie wenig dankbar wir oft sind: „Sag: Er ist es, der euch (Menschen) hat entstehen lassen und euch Gehör, Gesicht und Verstand gegeben hat. Wie wenig dankbar seid ihr!“ (Koran 67:23).


    Darüber hinaus sind wir von den Segnungen umgeben—Wasser zum Trinken, Luft zum Atmen und viele andere Wohltaten, wie die Schönheit der Natur, die uns umgibt, und die liebe Unterstützung unserer Familien und Freunde, die von Allah stammen. Er sagt: „Und wenn ihr die Wohltaten Allahs (im einzelnen) errechnen wollt, könnt ihr sie (überhaupt) nicht zählen. Allah ist wirklich barmherzig und bereit zu vergeben.“ (Koran 14:34). Daher ist der Gottesdienst eine tief verwurzelte Verpflichtung des Menschen, um dem Schöpfer, der uns so viel Gutes gegeben hat, zu danken.


    Der Sinn des Gottesdienstes


    Die Erfüllung des Gottesdienstes ist nicht nur eine religiöse Pflicht, sondern auch eine Form der Erfüllung für den Gläubigen. Unser Prophet hat uns mit seinem Beispiel gelehrt, wie wichtig der Gottesdienst ist. Aische (Möge Allah mit ihr zufrieden sein) berichtete, dass der Prophet sogar nachts aufstand und betete, bis seine Füße wund wurden. Auf die Frage, warum er so viel betet, obwohl ihm seine Sünden vergeben sind, antwortete er, dass er seinem Herrn dankbar sein wolle.


    Der Koran erklärt den Zweck unserer Schöpfung klar: „Und ich habe die Dschinn und Menschen nur dazu geschaffen, daß sie mir dienen.“ (Koran 51:56). Alles Geschaffene hat einen Zweck, und der Mensch, als Krone der Schöpfung, ist aufgefordert, seinen Gottesdienst mit Ernsthaftigkeit und Hingabe zu verrichten.


    Die Vorteile des Gottesdienstes


    Der Gottesdienst ist nicht nur eine Form der Anbetung, sondern bringt auch zahlreiche Vorteile für den Gläubigen. Er ist der schönste Vermittler zwischen Mensch und Gott und hilft, die Beziehung zu Allah zu vertiefen. Gleichzeitig hat der Gottesdienst auch materiellen und geistigen Nutzen:


    Reinigung der Seele: Der Gottesdienst reinigt unser Inneres und schützt unseren Glauben, der Schlüssel zur ewigen Glückseligkeit. Ein Glaube ohne Gebet kann erlöschen. Durch regelmäßige Teilnahme an diesen spirituellen Versammlungen stärken wir unser inneres Licht und finden Frieden. Der Austausch mit anderen Gläubigen während des Gottesdienstes vertieft nicht nur unsere Beziehungen, sondern auch unser Verständnis für die universellen Werte des Glaubens. So wird der Gottesdienst zu einem heiligen Ritual, das nicht nur unseren Geist, sondern auch unsere Seele auf eine höhere Ebene des Bewusstseins führt.

    Gesundheitliche Vorteile: Rituale wie die rituelle Waschung und das Fasten fördern nicht nur die körperliche Hygiene und das Wohlbefinden, sondern tragen auch zur geistigen Klarheit und emotionalen Stabilität bei, was insgesamt zu einem gesünderen Lebensstil führt. Darüber hinaus wirken sich diese Praktiken positiv auf die Immunfunktion des Körpers aus, da sie Entgiftungsprozesse unterstützen und den Stoffwechsel anregen, wodurch das Risiko von Krankheiten verringert wird.

    06 Nov 2024Ep 003: Allahs 99 Namen: Ein Leitfaden zur spirituellen Transformation Teil 200:09:51

    ## Die Wichtigkeit der 99 Namen Allahs für Muslime


    Die 99 Namen Allahs sind für Muslime aus verschiedenen Gründen wichtig:


    * **Sie spiegeln die Eigenschaften und Attribute Allahs wider:** Jeder Name steht für eine bestimmte Eigenschaft Allahs, wie Barmherzigkeit (Ar-Rahman), der Heiler (Asch-Schafi), der Allwissende (Al-Alim), der Gerechte (Al-'Adl) etc.. Das Verständnis dieser Namen hilft Muslimen, die Natur und das Wesen Allahs besser zu erfassen.

    * **Sie dienen als Mittel zur Anbetung:** Muslime können Allah mit seinen verschiedenen Namen anrufen und ihn in ihren Gebeten (Du'a) um Hilfe und Unterstützung bitten.. Indem sie Allah mit seinen Namen anrufen, erkennen sie seine Größe und Macht an und suchen seine Nähe.

    * **Sie dienen als Orientierung im Leben:** Indem Muslime die 99 Namen Allahs kennen und verinnerlichen, können sie ihr Leben nach den Eigenschaften Allahs ausrichten. Zum Beispiel, wenn man weiß, dass Allah der Barmherzige ist, wird man versuchen, selbst barmherzig gegenüber anderen zu sein..

    * **Sie stärken den Glauben und das Vertrauen in Allah:** Die Namen Allahs erinnern Muslime daran, dass Allah allmächtig, allwissend und allgegenwärtig ist. Dies stärkt ihren Glauben und ihr Vertrauen in Allah, besonders in schwierigen Situationen..

    * **Sie führen zu einem tieferen Verständnis des Korans und der Sunna:** Die 99 Namen Allahs werden im Koran und in der Sunna erwähnt. Indem man sich mit den Namen beschäftigt, versteht man die islamischen Schriften besser und kann die darin enthaltenen Botschaften besser auf das eigene Leben anwenden.

    * **Sie führen ins Paradies:** In einem Hadith, der als Sahih (authentisch) eingestuft wird, heißt es: „Allah hat neunundneunzig Namen und wer sie bewahrt, wird das Paradies betreten.“. Das „Bewahren“ der Namen kann verschiedene Bedeutungen haben, wie das Aufzählen der Namen im Gebet, das Handeln nach den Eigenschaften, die die Namen repräsentieren, oder das Respektieren und Befolgen der Gebote Allahs.


    Zusätzlich zu diesen Punkten zeigen die Quellen, dass die Namen Allahs auch dazu beitragen können:


    * **Dankbarkeit für die Schöpfung Allahs zu entwickeln:** Das Betrachten der Schönheit und Komplexität der Schöpfung kann zu einem tieferen Verständnis und Wertschätzung für die Eigenschaften Allahs, wie **Al-Jamil (der Schönste)**, **Al-Khaliq (der Schöpfer)** und **Al-Musawwir (der Gestalter)**, führen.

    * **Trost und Hoffnung in schwierigen Zeiten zu finden:** Die Namen Allahs, wie **Asch-Schafi (der Heiler)**, **Al-Muqit (der Versorger)** und **Al-Wakil (der Vertrauenswürdige)**, erinnern daran, dass Allah immer für seine Schöpfung sorgt und ihr in Zeiten der Not beisteht.

    * **Die Beziehung zu Allah zu stärken:** Das Nachdenken über die Namen Allahs und ihre Bedeutung kann zu einem tieferen Verständnis und einer innigeren Verbindung mit Allah führen.


    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die 99 Namen Allahs für Muslime von großer Bedeutung sind. Sie bieten eine Möglichkeit, Allah besser kennenzulernen, ihn anzubeten und ihr Leben nach seinen Eigenschaften auszurichten. Sie stärken den Glauben, spenden Trost und Hoffnung und eröffnen den Weg zu einem tieferen Verständnis der islamischen Lehren.

    28 Mar 2025Ep 037: Salātul Janāzah erklärt - Das islamische Totengebet und seine Rituale00:11:22

    Mehr Texte und ein Quiz findest du unter diesem Link: https://wp.me/pg9qwO-9u


    1. Was ist die Janazah und welche Bedeutung hat sie im Islam?


    Die Janazah ist das Totengebet im Islam (Salatul Janazah) und ein wichtiges Recht, das jeder Muslim gegenüber seinen verstorbenen Glaubensgeschwistern hat. Es ist keine religiöse Pflicht im herkömmlichen Sinne, sondern vielmehr ein gemeinschaftlicher Gottesdienst und ein Ausdruck der Liebe und des Abschieds von den Verstorbenen.


    2. Wie wird das Totengebet (Salatul Janazah) verrichtet?


    Das Totengebet wird in der Regel in einer Reihenfolge (Saf) stehend ohne Verbeugung (Ruku‘) und Niederwerfung (Sujud) verrichtet. Es besteht aus vier Takbir (Lobpreisungen Allahs: „Allahu Akbar“). Nach dem ersten Takbir wird die Sure Al-Fatiha rezitiert. Nach dem zweiten Takbir werden Segenswünsche für den Propheten (Salat Al Ibrahimiyya) gesprochen. Nach dem dritten Takbir folgt ein Bittgebet (Du’a) für die Verstorbenen. Nach dem vierten Takbir kann ein weiteres Bittgebet für sich selbst und andere Mitglieder der Ummah gesprochen werden, insbesondere für die Verstorbenen. Das Gebet endet mit dem Taslim (Friedensgruß).


    3. Was sind die grundlegenden Bittgebete (Du’a) während der Janazah?


    Nach dem dritten Takbir wird ein spezifisches Bittgebet für die Verstorbenen gesprochen. Ein authentisches Bittgebet, das vom Propheten Muhammad gelehrt wurde, lautet: „O Allah, vergib unseren Lebenden und unseren Toten, unseren hier Versammelten und denjenigen, die nicht bei uns sind, unseren Jungen und unseren Alten, unseren Männern und unseren Frauen. O Allah, wem Du das Leben gegeben hast, lass ihn im Islam leben, und wem Du den Tod gegeben hast, lass ihn im besten Gottesbewusstsein (Iman) von uns gehen.“ Nach dem vierten Takbir kann ein weiteres Du’a gesprochen werden, zum Beispiel: „O Allah, verwehre uns nicht seinen Lohn und führe uns nach ihm nicht irre.“


    4. Warum ist das Totengebet so kurz gehalten im Vergleich zu anderen Gebeten?


    Das Totengebet unterscheidet sich von den täglichen Pflichtgebeten durch seine Kürze und sein einziges Taslim am Ende. Einige Gelehrte erklären dies damit, dass es sich um eine verkürzte Form eines Bittgebets handelt und die Kernelemente des Beginns und des Endes der regulären Gebete enthält (Sure Al-Fatiha und das abschließende Taslim). Ein weiterer Grund ist, dass es hauptsächlich aus Lobpreisungen Allahs (Takbir) und Bittgebeten (Du’a) für die Verstorbenen besteht.


    5. Welche Rechte haben Muslime im Zusammenhang mit dem Tod eines Glaubensgeschwisters?


    Das Totengebet (Janazah) selbst ist ein wichtiges Recht. Darüber hinaus erwähnte der Prophet Muhammad (Friede sei mit ihm) weitere Rechte:


    Die Erwiderung des Grußes eines anderen Muslims.

    Den Besuch des Kranken.

    Die Teilnahme an der Beerdigung eines Muslims und die Begleitung des Trauerzuges.

    Die Annahme von Einladungen.

    Das Wünschen von Barmherzigkeit (Yarhamuk Allah) für jemanden, der niest und „Alhamdulillah“ sagt. Diese Rechte betonen die gemeinschaftliche Verantwortung und den Zusammenhalt der muslimischen Ummah.

    6. Was ist die Bedeutung der Teilnahme an der Janazah und der Begleitung des Leichnams zum Friedhof?

    21 Feb 2025Ep 031: 30-Minuten-Guide: Das islamische Gebet – Bedingungen, Zeiten & Arten kompakt erklärt00:32:31

    AUFGABE: Auf unserer Internetseite findest du Aufgaben und Lösungen zur Podcastfolge und zum Text: https://wp.me/pg9qwO-8U

    06 Nov 2024Ep 004: Allahs 99 Namen: Ein Leitfaden zur spirituellen Transformation Teil 300:16:58
    ## Die Wichtigkeit der 99 Namen Allahs für Muslime Die 99 Namen Allahs sind für Muslime aus verschiedenen Gründen wichtig: * **Sie spiegeln die Eigenschaften und Attribute Allahs wider:** Jeder Name steht für eine bestimmte Eigenschaft Allahs, wie Barmherzigkeit (Ar-Rahman), der Heiler (Asch-Schafi), der Allwissende (Al-Alim), der Gerechte (Al-'Adl) etc.. Das Verständnis dieser Namen hilft Muslimen, die Natur und das Wesen Allahs besser zu erfassen. * **Sie dienen als Mittel zur Anbetung:** Muslime können Allah mit seinen verschiedenen Namen anrufen und ihn in ihren Gebeten (Du'a) um Hilfe und Unterstützung bitten.. Indem sie Allah mit seinen Namen anrufen, erkennen sie seine Größe und Macht an und suchen seine Nähe. * **Sie dienen als Orientierung im Leben:** Indem Muslime die 99 Namen Allahs kennen und verinnerlichen, können sie ihr Leben nach den Eigenschaften Allahs ausrichten. Zum Beispiel, wenn man weiß, dass Allah der Barmherzige ist, wird man versuchen, selbst barmherzig gegenüber anderen zu sein.. * **Sie stärken den Glauben und das Vertrauen in Allah:** Die Namen Allahs erinnern Muslime daran, dass Allah allmächtig, allwissend und allgegenwärtig ist. Dies stärkt ihren Glauben und ihr Vertrauen in Allah, besonders in schwierigen Situationen.. * **Sie führen zu einem tieferen Verständnis des Korans und der Sunna:** Die 99 Namen Allahs werden im Koran und in der Sunna erwähnt. Indem man sich mit den Namen beschäftigt, versteht man die islamischen Schriften besser und kann die darin enthaltenen Botschaften besser auf das eigene Leben anwenden. * **Sie führen ins Paradies:** In einem Hadith, der als Sahih (authentisch) eingestuft wird, heißt es: „Allah hat neunundneunzig Namen und wer sie bewahrt, wird das Paradies betreten.“. Das „Bewahren“ der Namen kann verschiedene Bedeutungen haben, wie das Aufzählen der Namen im Gebet, das Handeln nach den Eigenschaften, die die Namen repräsentieren, oder das Respektieren und Befolgen der Gebote Allahs. Zusätzlich zu diesen Punkten zeigen die Quellen, dass die Namen Allahs auch dazu beitragen können: * **Dankbarkeit für die Schöpfung Allahs zu entwickeln:** Das Betrachten der Schönheit und Komplexität der Schöpfung kann zu einem tieferen Verständnis und Wertschätzung für die Eigenschaften Allahs, wie **Al-Jamil (der Schönste)**, **Al-Khaliq (der Schöpfer)** und **Al-Musawwir (der Gestalter)**, führen. * **Trost und Hoffnung in schwierigen Zeiten zu finden:** Die Namen Allahs, wie **Asch-Schafi (der Heiler)**, **Al-Muqit (der Versorger)** und **Al-Wakil (der Vertrauenswürdige)**, erinnern daran, dass Allah immer für seine Schöpfung sorgt und ihr in Zeiten der Not beisteht. * **Die Beziehung zu Allah zu stärken:** Das Nachdenken über die Namen Allahs und ihre Bedeutung kann zu einem tieferen Verständnis und einer innigeren Verbindung mit Allah führen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die 99 Namen Allahs für Muslime von großer Bedeutung sind. Sie bieten eine Möglichkeit, Allah besser kennenzulernen, ihn anzubeten und ihr Leben nach seinen Eigenschaften auszurichten. Sie stärken den Glauben, spenden Trost und Hoffnung und eröffnen den Weg zu einem tieferen Verständnis der islamischen Lehren.
    12 Nov 2024Ep 014: Glaubensgrundsätze des Islam erklärt: Wer ist Allah?00:17:15

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    Die wichtigsten Eigenschaften Allahs lassen sich in zwei Kategorien einteilen: Wesenseigenschaften und Werkseigenschaften.

    Wesenseigenschaften:

    • Existenz: Allah existiert aus sich selbst heraus, seine Existenz ist notwendig und durch nichts bedingt.
    • Urewigkeit: Allah ist ewig und seine Existenz hat keinen Anfang.
    • Unendlichkeit: Allahs Existenz hat kein Ende.
    • Einzigkeit: Allah ist einzig in seinem Wesen und hat keine Teile. Seine Eigenschaften sind eins und er ist unvergleichlich.
    • Unvergleichlichkeit: Allah ähnelt keinem seiner Geschöpfe und unterscheidet sich in allem von ihnen.
    • Unbedingtheit: Allah ist aus sich selbst und sein Sein ist wesentlich und durch nichts bedingt.

    Werkseigenschaften:

    • Leben: Allah ist wahrhaftig und unendlich lebendig und gibt allen Wesen das Leben.
    • Wissen: Allah hat Kenntnis über alles im Himmel und auf Erden, einschließlich der Gedanken der Menschen.
    • Hören: Allah hört alles, unabhängig von Entfernung oder Lautstärke.
    • Sehen: Allah sieht alles, ob verborgen oder enthüllt.
    • Wollen: Allah hat einen Willen und tut, was er will, ohne Hilfe zu benötigen.
    • Sprechen: Allah spricht, ohne auf Buchstaben oder Töne angewiesen zu sein. Der Koran und andere Offenbarungsschriften sind seine Worte.
    • Vermögen: Allah hat Macht über alles und kann alles tun.
    • Erschaffen: Allah hat alles im Himmel und auf Erden erschaffen und sorgt für den Fortbestand allen Seins.

    Der Text betont, dass der Glaube an Allah bedeutet, an diese Eigenschaften zu glauben.

    Der Text stellt einen engen Zusammenhang zwischen der Gottesliebe und dem Glauben an Allah her.

    • ​Es wird argumentiert, dass der Mensch nur lieben kann, was er kennt.
    • Wahre Gottesliebe setzt daher das Wissen über Allah und den Glauben an Ihn voraus.
    • ​Der Koranvers "Und unter den Menschen gibt es welche, die sich außer Allah (andere) seinesgleichen (zu Göttern) nehmen, indem sie ihnen dieselbe Liebe erweisen wie ihm. Doch die Gläubigen lieben Allah mehr." verdeutlicht, dass die Liebe der Gläubigen zu Allah größer ist als jede andere Liebe.

    Der Text beschreibt die Gottesliebe nicht als ein rein passives Gefühl, sondern als ein aktives Prinzip, das sich im Handeln des Gläubigen manifestiert:

    • Die Liebe zu Allah zeigt sich im Gehorsam gegenüber seinen Geboten und Verboten.
    • ​Dies bedeutet auch, dem Propheten Mohammed zu folgen und sein Vorbild im Leben umzusetzen.
    • Wahre Gottesliebe drückt sich also in einem gottgefälligen Leben aus.

    Weiterhin betont der Text, dass die Liebe zu Allah eng mit dem Gedenken an Ihn verbunden ist:

    • ​Wer Allah liebt, gedenkt Seiner ständig.
    • ​Umgekehrt erwidert Allah die Liebe des Gläubigen und gedenkt seiner.
    • ​Dies zeigt, dass die Beziehung zwischen Allah und dem Gläubigen auf Gegenseitigkeit beruht.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Text die Gottesliebe als eine Folge des Glaubens an Allah und als Grundlage für ein frommes Leben darstellt. Die Liebe zu Allah äußert sich im Gehorsam gegenüber seinen Geboten, im Befolgen des Propheten und im ständigen Gedenken an Ihn.

    Der Text beschreibt die Gottesfurcht als eine natürliche Folge des Glaubens an Allah und als essentiellen Bestandteil eines gottgefälligen Lebens.

    • Ausgangspunkt ist das Wissen um Allahs Allwissenheit und Allgegenwart: Er ist uns näher als unsere Hauptschlagader, sieht alles, was wir tun, kennt unsere Gedanken und wird uns am Tag des Gerichts für unsere Taten zur Rechenschaft ziehen.
    • Dieses Bewusstsein führt zu Ehrfurcht und Respekt vor Allah und motiviert den Gläubigen dazu, seine Gebote und Verbote zu beachten.
    • Gottesfurcht wird daher als Grundlage für Glückseligkeit im Diesseits und im Jenseits dargestellt.
    11 Dec 2024Ep 022: Rituelle Waschung im Islam erklärt00:12:47

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    Sauberkeit hat im Islam eine zentrale Bedeutung. Die Religionsgemeinschaft des Islam ist eine Gemeinschaft, die Wert auf Reinheit legt. Moslem zu sein bedeutet, sauber zu sein. Allah liebt die reinen und sauberen Menschen, wie es im Koran heißt: „Siehe, Allah liebt die sich reinigenden.“

    Um zu denjenigen zu gehören, die von Allah geliebt werden, müssen wir die Sauberkeit ernst nehmen. Der Prophet Muhammad (F.s.m.i) betonte: „Sauberkeit ist der halbe Glaube.“ Dies macht deutlich, wie wichtig Hygiene und Sauberkeit für den Islam sind. Beim Gebet steht der Moslem in der Gegenwart Allahs, weshalb es notwendig ist, dass Körper, Kleidung und Umgebung sauber sind.

    Die Religion legt großen Wert auf mehrere Aspekte der Sauberkeit:

    1. Äußere Reinheit: Die körperliche Sauberkeit ist wichtig, um vor Allah in einem reinlichen Zustand zu erscheinen.
    2. Reinigung der Organe von Sünden: Der Glaube fordert eine innere Reinheit, die durch das Vermeiden von Sünden und das Streben nach guten Taten erreicht wird.
    3. Reinigung der Herzen von schlechten Gewohnheiten: Der Islam ermutigt dazu, das Herz von negativen Emotionen und schlechten Eigenschaften zu reinigen.
    4. Reinigung der Seele von Allem, was nicht Allah ist: Die spirituelle Reinheit ist von größter Bedeutung, um eine enge Verbindung zu Allah zu fördern.

    Selbst die Reinigung der Zähne ist ein Aspekt der Sauberkeit, den der Prophet besonders betonte. Er sagte: „Misvak reinigt den Mund und man gewinnt dabei Allahs Wohlwollen.“

    Es gibt zwei Hauptarten der Reinigung im Islam:

    1. Rituelle Reinheit: Diese teilt sich in die große und die kleine Unreinheit. Die kleine Unreinheit kann durch rituelle Waschungen wie Wudu (kleine Waschung) beseitigt werden. Eine große Reinigung (Ghusl) ist erforderlich nach bestimmten körperlichen Ereignissen, wie Geschlechtsverkehr oder Menstruation.
    2. Materielle Reinheit: Für ein gültiges Gebet müssen Körper, Kleidung und der Ort des Gebets sauber sein. Unreinheiten, die zum Beispiel durch menschliche Exkremente oder Blut verursacht werden, müssen beseitigt werden.

    Die Waschung, oder Wudu, ist eine verpflichtende Handlung vor dem Gebet. Der Koran fordert die Gläubigen auf, sich zu waschen und zu reinigen, bevor sie sich zum Gebet aufstellen. Diese Waschung hat eine tiefere Bedeutung: Sie reinigt nicht nur die äußeren Organe, sondern auch die Sünden.

    Die Waschung umfasst mehrere Pflichten:

    1. Waschen des Gesichts
    2. Waschen der Hände und Arme bis zu den Ellenbogen
    3. Befeuchten eines Teils des Kopfes
    4. Waschen der Füße bis zu den Knöcheln

    Das Wasser muss dabei die Haut berühren, und es ist wichtig, die Reihenfolge der Waschung und die damit verbundenen Absichten zu beachten.

    Im Islam wird die Sauberkeit nicht nur als eine äußere, sondern auch als eine innere Angelegenheit betrachtet. Die Praktiken der rituellen und materiellen Reinigung sind nicht nur Vorschriften, sondern Ausdruck eines Glaubens, der Reinheit in allen Lebensbereichen fördert. Dadurch wird der Gläubige in seiner Beziehung zu Allah gestärkt und gefördert.

    18 Nov 2024Ep 016: Die unsichtbare Welt des Islams: Eine Reise zu Engeln und Djinns00:08:40

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    Engel spielen eine wichtige Rolle im Glauben und im Leben eines Menschen. 

    Sie sind Wesen des Lichts, die von Allah geschaffen wurden und unsichtbar für uns sind. Obwohl wir sie nicht sehen können, wissen wir von ihrer Existenz durch den Koran, der unserem Propheten durch Engel offenbart wurde.

    Im Glauben:

    ● Der Glaube an Engel ist ein wichtiger Grundsatz im Islam.

    ● Engel dienen als Boten zwischen Allah und den Menschen. Gabriel zum Beispiel brachte dem Propheten die göttlichen Offenbarungen.

    ● Sie rufen die Menschen zum Guten auf und ermutigen sie, ein rechtschaffenes Leben zu führen.

    ● Sie notieren die guten und schlechten Taten der Menschen, was die Gläubigen dazu anhalten soll, auf ihre Worte und Taten zu achten und aufrichtig zu sein.

    Im Leben:

    ● Engel begleiten die Menschen und beschützen sie.

    ● Sie sind bei der Gerichthaltung nach dem Tod anwesend. Munkar und Nakir befragen die Verstorbenen im Grab.

    ● Israfil, ein weiterer Engel, wird die Posaune blasen, die den Weltuntergang und die Auferstehung ankündigt.

    Zusätzliche Informationen:

    Die Quellen erwähnen auch andere unsichtbare Wesen, die von Allah geschaffen wurden: Dschinn und Teufel. Dschinn können ihre Erscheinung verändern und sind, wie die Menschen, verpflichtet, die göttlichen Gebote zu befolgen. Der Teufel, auch Iblis genannt, ist ein Djinn, der sich gegen Allah auflehnte und versucht, die Menschen vom rechten Weg abzubringen.

    Hauptunterschiede zwischen Engeln und Djinnen/Teufeln

    ● Schöpfung: Engel wurden von Allah aus Licht erschaffen, während Djinnen aus Feuer erschaffen wurden.

    ● Gehorsam gegenüber Allah: Engel befolgen alle Gebote Allahs und unterlassen, was Er verbietet. Djinnen hingegen haben einen freien Willen und können sich entscheiden, Allah zu gehorchen oder nicht. Einige Djinnen sind gläubig, während andere Ungläubige und Helfer des Teufels sind.

    ● Aufgabe: Engel haben verschiedene Aufgaben, die ihnen von Allah zugewiesen wurden, wie z. B. die Übermittlung von Offenbarungen, die Überwachung der Naturereignisse und die Aufzeichnung der Taten der Menschen. Djinnen haben keine spezifischen Aufgaben, aber der Teufel (Iblis) hat sich zum Ziel gesetzt, die Menschen vom rechten Weg abzubringen.

    ● Sichtbarkeit: Sowohl Engel als auch Djinnen sind für Menschen unsichtbar.

    Zusätzlich zu diesen Punkten ist der Teufel ein gefallener Djinn, der sich Allah widersetzte und aus seiner Barmherzigkeit verbannt wurde.


    Die Unsichtbarkeit von Engeln

    Engel sind aus Licht geschaffen, und unsere Augen sind nicht in der Lage, diese Art von Wesen wahrzunehmen.

    ● Es wird betont, dass unsere Wahrnehmung begrenzt ist und es viele Dinge gibt, die existieren, aber für uns unsichtbar bleiben.

    ● Ein Beispiel dafür ist unsere eigene Seele, deren Existenz wir anerkennen, obwohl wir sie nicht sehen können.

    ● Diese Analogie verdeutlicht, dass Sichtbarkeit nicht die einzige Bedingung für die Existenz ist.

    Obwohl wir Engel nicht sehen können, erfahren wir von ihrer Existenz und ihren Aufgaben durch göttliche Offenbarungen, die den Propheten durch den Engel Gabriel überbracht wurden. Der Koran, der durch diese Offenbarungen entstand, bestätigt die Existenz von Engeln und beschreibt ihre Rolle im göttlichen Plan. Deshalb gründet sich der Glaube an die Engel auf die Aussagen des Korans und die Berichte der Propheten, nicht auf unsere visuelle Wahrnehmung.

    06 Nov 2024Ep 008: Wahrheit trifft Barmherzigkeit: Eine Reise zur tiefen Erkenntnis00:14:41

    Wahrheit und Barmherzigkeit im Islam

    Die Quellen betonen die Konzepte von Wahrheit (al-Haqq) und Barmherzigkeit (Rahma) im Islam.

    • Wahrheit im Islam ist nicht nur ein abstraktes Konzept, sondern die fundamentale Realität Gottes.

    • Gott ist die einzige und absolute Wahrheit, und alles andere existiert nur in Relation zu Ihm.

    • Diese Wahrheit kann durch die Schöpfung erfahren werden, aber auch durch die Offenbarung des Korans.

    • Der Koran betont die Unvergleichbarkeit Gottes - nichts kann Ihm gleichgestellt werden.

    • Diese Unvergleichbarkeit wird im Koran durch die Formel la ilaha illa 'Llah ausgedrückt, die besagt, dass es keinen Gott außer Allah gibt.

    • Barmherzigkeit ist eine weitere wichtige Eigenschaft Gottes.

    • Sie manifestiert sich in der Schöpfung und in Seiner Führung der Menschheit.

    • Der Koran betont, dass Gott barmherziger ist als eine Mutter zu ihrem Kind.

    • Die Barmherzigkeit Gottes ist der Weg zum Paradies.

    • Muhammad, der Prophet des Islam, ist ein Beispiel für die Barmherzigkeit Gottes.

    Die Quellen betonen auch, dass Wahrheit und Barmherzigkeit untrennbar miteinander verbunden sind. Die Barmherzigkeit Gottes basiert auf Seiner Wahrheit, und die Wahrheit Gottes führt zur Barmherzigkeit. Die Erkenntnis der Wahrheit Gottes führt zur Unterwerfung unter Seinen Willen und zur Annahme Seiner Barmherzigkeit.

    Die islamische Mystik (Sufismus) betont die persönliche Erfahrung der Barmherzigkeit Gottes. Durch spirituelle Praktiken können die Sufis die Nähe Gottes erfahren und in Seiner Barmherzigkeit versinken.

    Die Quellen zeigen, dass die Konzepte von Wahrheit und Barmherzigkeit im Islam zentral für das Verständnis von Gott, der Schöpfung und dem menschlichen Leben sind. Sie bieten einen Rahmen für ein Leben in Harmonie mit der göttlichen Ordnung und den Weg zur spirituellen Erfüllung.

    06 Nov 2024Ep 009: Der Gesandte Allahs und sein Licht für die Menschheit00:12:46

    Die zentrale Botschaft Mohammeds: Der Glaube an einen einzigen Gott

    Die Quellen konzentrieren sich zwar auf das Leben Mohammeds und die frühe Geschichte des Islams, aber sie lassen Mohammeds zentrale Botschaft deutlich erkennen: den Glauben an einen einzigen Gott. Dieser Monotheismus stand im Gegensatz zu den vorherrschenden polytheistischen Glaubensvorstellungen im Mekka des 6. Jahrhunderts und stellte eine radikale Abkehr von den traditionellen arabischen Religionen dar.

    Mekka war ein wichtiges religiöses Zentrum mit dem Heiligtum der Kaaba, in dem mehrere Götter verehrt wurden. Die Menschen waren an diesen traditionellen Glauben gewöhnt und sahen keinen Grund, ihn aufzugeben. Mohammeds Botschaft stellte diese Ordnung in Frage und wurde daher von der mekkanischen Oligarchie, insbesondere dem Stamm der Quraysh, als Bedrohung wahrgenommen.

    Die Quellen betonen, dass die Quraysh eng mit dem Heiligtum der Ka'ba und den damit verbundenen wirtschaftlichen und sozialen Strukturen verbunden war. Mohammeds Proklamation des einen Gottes untergrub diese Strukturen und führte zu Widerstand und Verfolgung durch die mekkanische Elite.

    Trotz des Widerstands predigte Mohammed weiterhin den Glauben an einen einzigen Gott. Er lehrte, dass alle Menschen vor Gott gleich sind und dass Reichtum und sozialer Status keine Bedeutung haben. Diese Botschaft fand Anklang bei den unterdrückten Schichten der mekkanischen Gesellschaft, darunter Arme und Sklaven, die im traditionellen System wenig Platz hatten.

    Die Quellen deuten darauf hin, dass Mohammeds Botschaft nicht nur eine religiöse, sondern auch eine soziale Revolution war.  Der Glaube an einen einzigen Gott bedeutete die Ablehnung der bestehenden sozialen Hierarchien und die Betonung von Gerechtigkeit und Gleichheit.

    Die zentrale Botschaft Mohammeds, der Glaube an einen einzigen Gott, prägt den Islam bis heute. Sie bildet die Grundlage für die islamische Theologie und Ethik und beeinflusst das Leben von Millionen von Muslimen weltweit.


    Die Botschaft Muhammads: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

    Die Quellen gehen nicht direkt auf die Unterschiede zwischen Muhammads Botschaft und den vor ihm existierenden Religionen ein. Sie bieten jedoch Informationen über den Kontext, in dem der Islam entstand, und einige der wichtigsten Aspekte von Muhammads Lehre.

    Der Islam entstand in einer Zeit des Umbruchs und der Veränderung. Die arabische Halbinsel im 6. Jahrhundert war ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen und Religionen. Der Norden war vom Christentum des Byzantinischen und Persischen Reiches geprägt, während im Süden verschiedene traditionelle Religionen existierten. Mekka, die Stadt, in der Muhammad geboren wurde, war ein wichtiges Handelszentrum und beherbergte die Kaaba, ein Heiligtum, das verschiedene Götter beherbergte.

    In diesem Umfeld proklamierte Muhammad den Glauben an einen einzigen Gott. Dieser Monotheismus stand im Gegensatz zu den polytheistischen Religionen, die in Arabien verbreitet waren. Der Islam lehrte auch die Bedeutung von Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und der Schutz der Schwachen. Die Quellen erwähnen jedoch nicht explizit, inwiefern diese Lehren neu oder einzigartig im Vergleich zu den bestehenden Religionen waren.

    Gemeinsamkeiten mit anderen Religionen lassen sich in Muhammads Lehre erkennen. Die Quellen erwähnen Abraham als den Erbauer der Kaaba, und betonen die Verbindung des Islams zur Tradition Abrahams. Dies deutet auf eine Verbindung zu den jüdischen und christlichen Traditionen hin, die ebenfalls Abraham als ihren Stammvater betrachten.

    Die Betonung der Gerechtigkeit und des Schutzes der Schwachen findet sich in vielen Religionen und Philosophien. Es ist daher schwierig zu beurteilen, inwiefern Muhammads Botschaft in diesem Punkt einzigartig war.

    Die Quellen konzentrieren sich auf die historischen Ereignisse und die Entwicklung des Islams. Um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Muhammads Botschaft zu anderen Religionen umfassender zu verstehen, wären zusätzliche Quellen erforderlich, die sich direkt mit den Lehren des Islams und anderer Religionen befassen.

    25 Dec 2024Ep 023: Tevekkul und Minimalismus: Wie du durch Vertrauen loslassen lernst00:12:02

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    Fühlst du dich manchmal überfordert von mentalem und emotionalem Ballast? In dieser Episode lernst du, wie du durch die Kombination aus Minimalismus und Tevekkul – dem islamischen Prinzip des Vertrauens – dein Leben entrümpeln kannst. Erfahre, wie du äußere und innere Klarheit gewinnst, indem du loslässt, was dich belastet. Perfekt für alle, die Achtsamkeit, spirituelle Entwicklung und praktische Tipps zur Selbsthilfe suchen.


    Aufgabenblatt 1:

    1. Definition von Tevekkul

    (geschlossene Aufgabe)
    Was bedeutet „Tevekkul“ im Islam?
    a) Völlige Selbstbestimmung
    b) Vertrauen auf Allah
    c) Kontrolle über das Leben


    2. Anwendungsbeispiele

    (halb offene Aufgabe)
    Nenne zwei Beispiele aus deinem Alltag, wo du Tevekkul anwenden könntest. Beschreibe kurz, wie dieses Vertrauen dir helfen könnte.


    3. Tevekkul vs. Stress

    (offene Aufgabe)
    Wie kann das Prinzip des Tevekkul helfen, Stress im Alltag zu reduzieren? Schreibe einen kurzen Text (ca. 100-150 Wörter) und erläutere deine Gedanken dazu.


    4. Praktische Anwendung

    (halboffene Aufgabe)
    Stelle dir vor, du hast zwei Jobangebote. Wie würdest du mit der Situation umgehen, um Tevekkul zu praktizieren? Schreibe deine Antwort in Stichpunkten.


    Aufgabenblatt 2: Entrümpeln des Geistes


    1. Was ist geistiges Entrümpeln?

    (geschlossene Aufgabe)
    Was bedeutet es, seinen Geist zu „entrümpeln“?
    a) Zu wenig nachdenken
    b) Zu viele Gedanken haben
    c) Mentale Belastungen abzubauen


    2. Konzepte im Alltag

    (offene Aufgabe)
    Denke darüber nach, wie die Entrümpelung deines Geistes dein Lernen beeinflussen kann. Schreibe einen kurzen Text (ca. 100-150 Wörter) über deine Erkenntnisse.


    3. Worauf vertraust du?

    (halb offene Aufgabe)
    Nenne drei Bereiche in deinem Leben, in denen du mehr Vertrauensarbeit leisten könntest. Erkläre kurz, warum das wichtig für dich ist.


    Lösungen zu Aufgabenblatt 1

    1. Definition von Tevekkul: b) Vertrauen auf Allah
    2. Anwendungsbeispiele: (Individuelle Antworten)
    3. Tevekkul vs. Stress: (Individuelle Antworten)
    4. Praktische Anwendung: (Individuelle Antworten)


    Lösungen zu Aufgabenblatt 2

    1. Was ist geistiges Entrümpeln?: c) Mentale Belastungen abzubauen
    2. Konzepte im Alltag: (Individuelle Antworten)
    3. Worauf vertraust du?: (Individuelle Antworten)


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